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Zwischen Pfeddersheim und Hauenstein

Borussia braucht die Unterstützung seiner Fans – jetzt erst recht!

0:3 in Pfeddersheim. Klingt nach klarer Sache. Das mögen sich die zuhause gebliebenen Borussen-Fans auch gedacht haben. Aber das war es nicht. Borussia wurde unter Wert geschlagen. Der frühe Rückstand war ein Schock. Schläfrigkeit? Fehlende Abstimmung in der Defensive? Wie dem auch sei: Pfeddersheims Tobias Bräuner stand plötzlich blank vor Philippe Persch und Borussia lag nach noch nicht einmal drei Minuten hinten. Die allgemeine Verunsicherung war danach greifbar – Borussias Abwehr präsentierte sich in den ersten zwanzig Minuten ziemlich vogelwild und hätte sich über ein weiteres Gegentor nicht beschweren können. Absolut kontraproduktiv: Die lautstarke Forderung eines Fans nach einer Auswechslung – in Hörweite des betroffenen Spielers (!) – trug nicht gerade dazu bei, an Selbstvertrauen zu gewinnen. Dennoch: Borussia arbeitete und kämpfte sich mehr und mehr in ein bald ausgeglichenes Spiel zurück, ohne sich jedoch große Torchancen zu erarbeiten.

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Das änderte sich im zweiten Durchgang. Die Pausenansprache von Coach Tobias Grimm zeigte Wirkung: Die Borussen bauten Druck auf, verlagerten das Spielgeschehen fast ausschließlich in die Hälfte der Gastgeber, die zeitweilig nicht mehr über die Mittellinie hinauskamen. Doch wie schon zuletzt gegen Koblenz: Sie belohnten sich nicht! „In dieser Phase muss einfach der Ausgleich fallen“, war die einhellige Meinung der Borussen-Fans auf den Rängen, die nach einer Stunde gleich beim ersten Pfeddersheimer Angriff in Halbzeit zwei konsterniert mit ansehen mussten, wie Andreas Buch – Parallele zum ersten Tor! – sträflich ungedeckt vor Philippe Persch eine Flanke von Lucas Oppermann akrobatisch ins Tor verlängerte. Ein Stich mitten ins schwarz-weiße Herz. „Weiter, weiter! Kopf hoch!“ Den aufmunternden Worten ihres Trainers ließen die im knallgelben Auswärtstrikot angetretenen Borussen auch danach einige durchaus viel versprechende Offensivaktionen folgen, aber sowohl Rudy M`Passi als auch Marco Dahler hatten bei ihren strammen Schüssen kein Glück: Der eine fand seinen Meister in TSG-Keeper Sanyang, der andere traf die Unterkante der Latte, von wo das Leder wieder ins Feld sprang. Belebendes Element: Der eingewechselte Kapitän Yannick Bach. Mit einem Anschlusstor in dieser Phase hätte  Borussia sicherlich neue Kräfte generiert, das Spiel drehen können. Doch so machte Nico Scherer für die Gastgeber bei einem Konter in der Schlussminute endgültig den Deckel auf den Topf. 0:3 – klare Sache? Das Resultat spiegelt die Kräfteverhältnisse nicht richtig wieder. Zwar war Pfeddersheims Sieg nicht unverdient, wohl aber zu hoch ausgefallen.

Den Borussen-Fans war´s letztendlich egal, sie traten – wieder einmal – ziemlich frustriert die Heimreise an. Mit der Erkenntnis: Es war mehr drin! Besonders bitter angesichts der Resultate der Konkurrenz – Borussia hätte Boden gut machen können. Die Spiele werden weniger, der Druck wächst. Gegen Hauenstein ist Borussia jetzt zum Siegen verdammt. Was die Sache nicht unbedingt einfacher macht. Um so mehr braucht das Team weiter die Unterstützung des Anhangs: You´ll never walk alone! Auf geht´s, Borussen-Fans, Samstag, 15.30 Uhr im Ellenfeld gegen den SC Hauenstein! Alte Liebe lebt – das Motto mit Taten füllen – auch und gerade in schweren Zeiten. (-jf-)

 

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