Trainer von Heckendalheim - Torsten Dawo

„Weihnachten und Ostern müssten zusammenfallen“

Früher war er selbst ein Borusse, heute fungiert er bei Borussias Pokalgegner Heckendalheim als Spielertrainer. Die Rede ist von Torsten Dawo, der sich vor dem Spiel am Mittwoch (19:00 Uhr, Hartplatz Ommersheim) dankenswerterweise Zeit für uns genommen hat. Im Interview spricht er über das Pokal-Highlight für sein Team, die Chancen und den Einsatz seines Bruders…

Torsten, am Mittwoch heißt es wieder: „Pokaltime“. Bezirksligist Heckendalheim empfängt den Oberligisten Borussia Neunkirchen. Freust du dich?

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Torsten Dawo: Natürlich! Gegen den Ex-Verein ist das immer etwas Besonderes.

Was bedeutet das Spiel für dich?

Torsten Dawo: Ich kenne noch immer ein paar aktive Spieler von früher, ansonsten freuen wir uns einfach auf die Begegnung. Florian Nill hat z.B. damals ebenfalls in Neunkirchen gespielt, kann aber am Mittwoch wegen seiner Hochzeitsreise nicht dabei sein. Alle anderen haben jetzt die vielleicht einmalige Chance als Bezirksligist gegen einen Oberligisten zu spielen!

Du warst selbst mal ein Borusse. Wie denkst du an diese Zeit zurück?

Torsten Dawo: Heute bin ich 28, die Zeit bei der Borussia liegt ungefähr 10 Jahre zurück. In der A-Jugend Regionalliga spielte ich damals unter Harry Weber. Nach diesem letzten Jahr A-Jugend wurde ich dann von Tunji Adeyemi trainiert. Der beste Trainer den ich je hatte! Auch Edgar Weller, der zuletzt unter Dieter Ferner bei euch Co-Trainer war, ist mir in sehr guter Erinnerung geblieben. Die beiden waren wirklich die besten, die mich je gecoacht haben. War eine schöne Zeit!

Wie heiß seid ihr als Verein auf das Spiel?

Torsten Dawo: Wir hätten dieses Spiel gerne als Einweihung für unseren Naturrasenplatz gehabt. Leider ist dieser aber noch nicht ganz fertig, weshalb wir nun nach Ommersheim ausweichen müssen. Aber das Mandelbachtal freut sich ganz sicher auf diesen Abend und ich denke, wir werden eine gute Kulisse haben!

 

Torsten Dawo im Borussentrikot

Du selbst bist Spielertrainer bei Heckendalheim – aber außer Gefecht oder?

Torsten Dawo: Genau. Ich bin Spielertrainer aber im Moment verletzt, was mich natürlich in Anbetracht des Spiels am Mittwoch schon ein bisschen ärgert. Letzte Saison hatte ich einen Achillessehnenabriss erlitten, weshalb ich erst jetzt zur Winterpause wieder starten kann.

Welche Chancen rechnest du dir aus? 

Torsten Dawo: Erstmal so lange wie möglich die Null halten, dann schauen wir mal! Ich glaube eigentlich nicht, dass wir eine Chance haben. Wenn, dann müssten Weihnachten und Ostern zusammenfallen. Im Pokal ist natürlich rein theoretisch alles möglich. Vor zwei Jahren haben wir als A-Ligist den Verbandsligisten SG Noswendel/Wadern rausgekickt. Das hätte auch keiner gedacht. Aber zu 99% kommt die Borussia weiter.

Du bist der Meister-Trainer, hast deine Mannschaft in die Bezirksliga geführt. Kannst du kurz die letzten Jahre skizzieren?

Torsten Dawo: Ich habe im Oktober 2011 die Mannschaft, die mein Heimatverein ist, in der Kreisliga-A-Bliestal übernommen, als sie auf dem letzten Platz stand und die schlechteste Mannschaft im Saarland war. Letztes Jahr sind wir dann als beste Mannschaft mit den meisten Toren aufgestiegen.

Kommst der Hartplatz, auf dem gespielt wird, euch zu gute?

Torsten Dawo: Es ist unser Ausweich- und Trainingsplatz im Moment. Ich vermute, die Jungs der Borussia mögen diesen Grund nicht. Der Rasen ist doch schon etwas Schöneres, aber von einem Vorteil würde ich nicht reden.

Gibt es eine besondere Story einer deiner Spieler, die mit dem Pokalspiel am Mittwoch zu tun hat?

Torsten Dawo: Ich denke, mein Bruder Steven, der ein Jugendspieler der Borussia war, ist besonders heiß auf das Spiel. Er wurde am Sonntag im Spiel mit dem Krankenwagen abgeholt, hatte eine leichte Gehirnerschütterung und musste über Nacht im Krankenhaus bleiben. Er setzt aber alles daran, um am Mittwoch spielen zu können.

 

Vielen Dank für das Interview und viel Spaß beim Pokalspiel gegen deinen Ex-Verein!

Das Interview führte Till Hust

 

lottopokal2

 

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