Karl Ringel wird 80

Unser Ringel Karl wird 80

Im September 2012 feiert der Ehrenspielführer der Borussia bei bester Gesundheit seinen 80. Geburtstag. Er ist immer noch ein Mensch, der den Schalk im Nacken hat. Seine Anekdoten scheinen auf den ersten Blick glaubhaft, aber wer ihn, wie ich (Bulli) genau kennt, weiß, dass der gebürtige Bayer (aus dem fränkischen Fürth) liebevoll übertreibt. Obwohl er eine große Karriere hinter sich hat, gibt er sich bescheiden. Er wohnt seit seinem Wechsel Ende der  1950ziger Jahre zur Borussia zusammen mit seiner Ehefrau, die er liebevoll Zimmerlinde nennt, im Neunkircher Stadtteil Wellesweiler. Mit ihm begann die große Zeit der Borussia, die er bis in die Bundeliga führen konnte. 1959 war er sowohl beim 6:0 Kantersieg im Ludwigspark gegen den 1. FCS (live im Fernsehen zu sehen), als auch bei der Erringung der Vizemeisterschaft im DFB Pokal als Kapitän beteiligt. Viele Spiele um die deutsche Meisterschaft vor der Einführung der Bundesliga waren Glanzlichter in seiner Ära. Fast alle deutschen Mannschaften fürchteten die Männer aus der Provinz, ob Bayern München, der HSV Borussia Dortmund, 1860 München, der 1. FC Köln usw. Spieler wie Uwe Seeler, Franz Beckenbauer, Wolfgang Overath, Berti Vogts (machte sein erstes Bundesligaspiel im Ellenfeld) und Günther Netzer kreuzten die Klingen mit Borussia. Nach dem Aufstieg in die Bundesliga war Karl Ringel durch Verletzungen derart ramponiert, dass er seiner Mannschaft nicht mehr helfen konnte. Wie auch Rudi Dörrenbächer (deutscher Torschützenkönig 1961), der nach seiner Kopfverletzung drei Wochen im Koma lag, fehlten damit zwei Leistungsträger, um sich länger in der Bundesliga zu halten. Wir wünschen unserem Nationalspieler (Saarland bis 1957 und dann Deutschland) für die nächsten 20 Jahre viel Gesundheit und dass er seinen Humor nicht verliert.

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