U 19: 2:2 gegen die JFG Saarschleife

Bei strahlendem Sonnenschein und herrlichem Fußballwetter empfing die U 19 von Borussia Neunkirchen die JFG Saarschleife im Ellenfeldstadion. Am Ende trennte man sich 2:2.

In den ersten 20 Minuten egalisierten sich beide Teams. Keine Mannschaft hatte den notwendigen Zug zum gegnerischen Tor. Den Ball in den eigenen Reihen laufen lassen, hieß die Devise. Es dauerte bis zur 17. Minute bis überhaupt der erste Torschuss abgegeben wurde. Nur waren es die Gegner, die Maß genommen hatten. Von da an ging es Schlag auf Schlag. Unser Gast hatte einen Belagerungsring vor unserem Kasten aufgebaut. Die Verteidigung unserer A-Jugend und unser Torhüter hatten alle Hände voll zu tun, um eine Führung der JFG zu verhindern. Im Minutentakt kam eine Angriffswelle der Saarschleife angerollt, und der Ball wurde immer wieder gefährlich auf unser Tor gedroschen.

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Nachdem unser Torhüter in der 29. Minute einen scharfen Schuss aus dem Winkel gefischt hatte, sollte ein Entlastungsangriff eingeleitet werden. Im Mittelfeld, auf der rechten Seite, war jedoch kein Durchkommen möglich. Daher wurde der Ball zurückgelegt. Für die Verteidigung kam der Rückpass jedoch zu hoch und für den Torhüter zu kurz. Ein Gegenspieler, der sich zwischen Torhüter und Verteidung befand, nahm den Ball dankend in Empfang. Ohne Mühe legte er die Kugel in unserem Gehäuse zum 0:1 ab.

Nach dem Rückstand nahm die Borussia zumindest phasenweise Fahrt auf. Es wurde ab und an auch mal turbulent vor dem Tor der Gäste. In der 35. Minute gab es von der Mittellinie aus einen Freistoß. Der Ball wurde hoch in den Strafraum der Saarschleife geschlagen. Nur mit Mühe konnte der Gästekeeper den Ball in seinem Fünf-Meter-Raum unter Kontrolle bekommen.

Bei einem weiteren Angriff unserer Mannschaft wurde einer unserer Spieler im gegnerischen Strafraum unsanft daran gehindert den Ball anzunehmen. Die logische Konsequenz für das Foul war ein Elfmeter-Pfiff in der 45. Minute. Der Gefoulte legte sich selbst den Ball für den Strafstoß zurecht. Ein kurzer Anlauf, eine kurze Täuschung und der Ball schlug unten rechts, unhaltbar für den Torhüter, zum Ausgleich ein.

Eigentlich ein gutes Zeichen, wenn unsere Mannschaft kurz vor der Halbzeit ein Tor erzielt. Nur nahm es der Unparteiische nicht so genau mit der Spielzeit. Obwohl es in der fairen Partie kaum Grund für eine Nachspielzeit gab, legte der Schiri noch fünf Minuten oben drauf. In den letzten Sekunden der Nachspielzeit nahm sich ein gegenerischer Mittelfeldspieler aus einer Distanz von 35 Metern ein Herz und ihm gelang einen Sonntagsschuss par excellence. An dem Schuss gab es für unseren Torhüter „nix“ zu halten. Der Ball schlug im Winkel unseres Tor ein. Mit einem erneuten Rückstand von 1:2 ging es in die Halbzeitpause.

Aus der Pause kamen, von der Einstellung her, zwei komplett neuen Mannschaften. Die JFG zeigte sich absolut defensiv eingestellt, mit der Priorität, das Ergebnis zu halten. Der Borussia war der Wille eingeimpft worden, das Spiel noch zu drehen. Nach dem Wiederanpfiff legte die Borussia die Eigenschaften an den Tag, die man von ihr kennt: Kämpfen, Rackern, Ackern, Herz, als Mannschaft auftreten und offensiven Fußball spielen.

Die ersten 30 Minuten der zweiten Halbzeit gehörten unserer U 19. Minute für Minute wurde ein Angriff vorgetragen und die JFG unter Druck gesetzt.. Gegnerische Entlastungsangriffe erstickte man frühzeitig im Keim. Mit Mann und Maus versuchte die Elf von Trainer Adetunji Adeyemi, den Ausgleich zu erzwingen. Die JFG wehrte mit Leibeskräften alle Torschüsse ab.

Wenn man es aus eigener Kraft nicht schafft, ein Tor zu erzielen, dann hilft es oft, den Gegner zu Fehlern zu zwingen. So auch in der 80. Minute: Unsere Verteidigung schaltet sich in den Angriff mit ein und erhöht den Druck auf die Gastmannschaft. Ein Verteidiger der JFG versucht im eigenen Strafraum zu klären. Mit Brachialgewalt hämmert er unter das runde Ding und schießt einen Spieler an. Ob Freund oder Feind, das kann an dieser Stelle noch niemand sagen, jedenfalls wird der getroffene Spieler mit Sicherheit eine zeitlang „gebrandmarkt“ sein. Von dem Spieler prallt der Ball in hohem Bogen ab und wird immer länger, bis er endlich im Tor unserer Gäste landet. So ein Gastgeschenk, vor allem, wenn es den verdienten Ausgleich darstellt, lehnten wir natürlich nicht ab.

Auch wenn der eine oder andere Angriff noch gestartet wurde, konnte die Borussia keinen weiteren Torerfolg mehr verbuchen. Somit endete das Spiel unentschieden. Mit der Punkteteilung konnten beide Mannschaften im Großen und Ganzen eigentlich recht gut leben.

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