In Hannover traf sich das Netzwerk Deutscher Fußballmuseen und Vereinsarchive (Foto: Hannover 96)

Treffen der Fußballmuseen und Vereinsarchive

In Hannover traf sich im Oktober das „Netzwerk Deutscher Fußballmuseen und Vereinsarchivare“. Bundesligist Hannover 96 hatte die Archiv- und Museumsleiter der deutschen Profiklubs zur Herbst-Tagung in die HDI-Arena eingeladen. Mit Tobias Fuchs nahm auch erstmals ein Vertreter des Vereinsarchivs von Borussia Neunkirchen an einem Treffen des Netzwerks teil.

Der Archivar von Hannover 96, Sebastian Kurbach, berichtete als Gastgeber zunächst über die Archivarbeit in seinem Klub, bevor Elmar Kreuels, der bei Borussia Mönchengladbach den Bereich Stadiontourismus verantwortet, in einem best-practice-Beispiel über die Einbindung ehemaliger Spieler in die Öffentlichkeitsarbeit bei Profivereinen referierte.

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Als Gastredner für die hochkarätig besetzte Veranstaltung konnte der Leiter des Historischen Instituts der Deutschen Bank und Vorsitzender der Vereinigung der Wirtschaftsarchivare Dr. Martin L. Müller gewonnen werden, der zu Unternehmensidentität und -geschichte am Beispiel der Deutschen Bank sprach.

Hochkarätig besetzte Veranstaltung

Auch das Fußballmuseum des DFB war vertreten. Die Ausstellungskuratoren Dr. Martin Wörner und Julian Oppmann sowie Pressesprecher Christian Schönhals stellten einen aktuellen Arbeitsbericht zum Stand der geplanten Ausstellung vor und standen dem Plenum in einer Fragerunde Rede und Antwort.

Einer der Höhepunkte der Veranstaltung war die Podiumsdiskussion, an der Hannovers Präsident Martin Kind, Sebastian Kurbach, Elmar Kreuels, Ex-Spieler Herbert Laumen und Dr. Martin L. Müller teilnahmen. Thema der Diskussion war der Einsatz von und der Umgang mit ehemaligen Spielern und Funktionären in den Fußball-Klubs und in der Wirtschaft. Martin Kind, Präsident von Hannover 96, sagte dazu: „Der Einsatz von ehemaligen Spielern und die historische Identität sind enorm wichtig für die Marke – und dieses Potenzial muss professioneller genutzt werden.“

Martin Kind: „Enorm wichtig für die Marke“

Diese Professionalität zu fördern ist eine der Aufgaben, die sich das Netzwerk der Deutschen Fußballmuseen und Vereinsarchive gesetzt hat. Daher ist es für die Kolleginnen und Kollegen aller am Netzwerk beteiligten Klubs ganz besonders wichtig, einen guten Überblick über die Archiv- und Museumslandschaft im deutschen Profifußball zu erhalten.

Das Netzwerk dient den Verantwortlichen der Vereine als Beratungsstelle und Ideenportal und veranstaltet halbjährliche Fachtagungen. Dem Netzwerk gehört inzwischen die Mehrheit der deutschen Profifußballvereine als aktive Mitglieder an. Dazu stellt das Netzwerk Kontakt zu exklusiven Premiumpartnern wie dem Fußballmuseum des DFB, dem Historischen Institut der Deutschen Bank oder dem adidas Archiv her, um einen Mehrwert für alle Beteiligten zu generieren.

Aufgaben des Netzwerks

Die Aufgaben des Netzwerks werden von einer Arbeitsgruppe koordiniert, die sich aus folgenden Vereinsvertretern zusammensetzt: Freddy Fenkes (VfL-Museum Osnabrück), Sebastian Kurbach (Hannover 96), Henry  Wahlig (VfL Bochum), Fabian Raabe (FC Bayern Erlebniswelt) und Matthias Thoma (Eintracht Frankfurt Museum).

Das nächste Treffen ist auf das Frühjahr 2015 terminiert. Tagungsort wird voraussichtlich Frankfurt am Main sein.

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