SVN Zweibrücken empfängt Borussia Neunkirchen

Spitzenspiel im Ellenfeld

Am Samstag, 14.30 Uhr, kommt es im Ellenfeld zu einem echten Spitzenspiel: Borussia Neunkirchen, der Tabellensechste der ODDSET-Oberliga Südwest, empfängt den Vierten, den SVN Zweibrücken. Bei einem Sieg würde Borussia einen Sprung nach vorne machen.

Gewinnen die Neunkircher ihr Heimspiel an diesem Wochenende, landen sie auf dem vierten Platz. Mindestens. Denn: Nur zwei Punkte trennen die Mannschaft von Cheftrainer Paul Linz von Platz zwei. Dabei startete Borussia als Elfter in die Rückrunde. „Wir waren kurz vorm Abgrund“, sagt Linz.

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Mit dem im Januar verpflichteten Trainer hat Neunkirchen viel verlorenen Boden gut gemacht. Wenn auch Linz („Wir denken von Spiel zu Spiel.“) das Wort Meisterschaft nicht in den Mund nehmen will, so ist das in der Winterpause noch Unerreichbare plötzlich in Reichweite: der Wiederaufstieg in die Regionalliga. Ein Thema, das die Verantwortlichen in diesen Tagen intensiv beschäftigt.

Denn am 15. März hat Borussia den ersten Teil der Bewerbungsunterlagen für die Regionalliga, den technisch-organisatorischen Teil, fristgerecht beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) in Frankfurt eingereicht. Am kommenden Wochenende arbeitet der Verein nun am zweiten, dem wirtschaftlichen Teil der Bewerbung.

Wirtschaftsprüfer machen Überstunden

Während das Heimspiel gegen Zweibrücken läuft, wird ein Team von Kaufleuten, Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern und Buchhaltern mit den Zahlen des Vereins beschäftigt sein und über das Wochenende wohl Sonderschichten einlegen.

„Wir werden alles versuchen, um die Hürden des Zulassungsverfahrens zu nehmen. Es wird schwierig, da der Zeitdruck immens hoch ist. Doch wir wollen uns nicht nachsagen lassen, dass wir nicht alles für die Lizenzierung getan haben“, so der 1. Vorsitzende Giuseppe Ferraro.

„Wenn das Wunder vom Heusnersweiher eintreten sollte, dann wollen wir dafür gewappnet sein“, bekräftigt Martin Bach, der sportliche Leiter der Borussia. Bach war auch vor sechs Jahren sportlicher Leiter und, wie er sagt, einer der „Betroffenen“, als Neunkirchen die letzte Meisterschaft feierte, aber nicht aufsteigen durfte. Denn damals hatte der Vorstand mehrheitlich gegen einen Lizenzantrag gestimmt.

Beim Spiel gegen Zweibrücken verteilt eine Neunkircher Firma kleine Präsente an das Publikum. Es lohnt sich also aus mehreren Gründen, am Samstag ins Ellenfeld zu gehen.