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Erneute Heimniederlage - 0:3 gegen Zweibrücken

Das Spiel gegen den SVN Zweibrücken sollte die Trendwende einläuten. Die ersten 10, 15 Minuten gehörten dann auch ganz der Heimmannschaft. Das optische Übergewicht wurde allerdings nicht in Tore umgemünzt. Zum Teil lag es daran, dass einige Spieler mittlerweile Angst davor zu haben scheinen, selber den Abschluss zu suchen. Stattdessen suchte man immer wieder einen Mitspieler; solange, bis sich die Zweibrücker Abwehr formieren konnte.

Mitte der ersten Halbzeit konnte der Gast aus der Westpfalz schließlich das Spielgeschehen egalisieren. "Ich habe umstellen müssen, weil Karaoglan zu viele Freiheiten hatte", erklärte Gästetrainer Rubeck in der anschließenden Pressekonferenz. Die Neunkircher Spitzen wurden in Manndeckung genommen. Das schränkte ihren Aktionsradius deutlich ein. In der 31. Minute verletzte sich Kapitän Marko Schmit bei einem Zweikampf, sodass er ausgewechselt werden musste. Heinz Histing löste darauf die Viererkette auf, stellte auf Dreierverbund in der Abwehr um und brachte Damien Lettelier auf der linken Mittelfeldseite. Er konnte auf dieser Position allerdings nicht wirkungsvoll agieren.Gerade mal zwei Minuten später zeigte sich die Borussiaabwehr noch unsortiert und kassierte promt durch den Zweibrücker Goalgetter Titan Monostori das überraschende 0:1. Ein an sich relativ harmloser Ball aus etwa 12,13 Metern rutschte dem herausstürmenden Torwart Thomas Wiener durch die Beine. Nun war der Faden bei der Heimmannschaft gänzlich gerissen. Die folgenden 10 Minuten blieben relativ ereignislos. Auffällig war, dass Aggressivität und Zweikampfhärte bei der Gästeelf ausgeprägter war. Viele Ballverluste bei Borussia in der Vorwärtsbewegung taten das Übrige.

In der 42. Spielminute produzierte Julian Weiersbach Mitte der eigenen Hälfte in Linksaußenposition einen Fehlpass mit Folgen. Von der Mittellinie aus schaltete die Gästeelf sofort um. Eine flache Hereingabe von der linken Neunkircher Strafraumkante konnte von Thomas Wiener nicht festgehalten werden und der Zweibrücker Jaba Bebua braucht nur noch abzustauben.

Die zweite Halbzeit begann spiegelbildlich zur ersten. Neunkirchen drängte die Gäste in die eigene Hälfte. Die einzig nennenswerte Chance durch einen 12-Meter-Schuss des aktiven Carsten Trapp verhinderte aber ein Zweibrücker Abwehrbein auf der Linie. Neunkirchen drängte weiter, ohne allerdings unmittelbar Torgefahr auszustrahlen. Zweibrücken verteidigte geschickt und vielbeinig. Und setzte auf schnelle, geradlinige Konter. Die Folge: einer dieser Angriffe landete am Pfosten, der zweite im Netz (79.).Damit  war die Entscheidung gefallen. Neunkirchen war weiter bemüht, ohne allerdings wesentlich an Durchschlagskraft zu gewinnen. Nur wenige Angriffe verdienten das Prädikat durchdacht. Insgesamt fiel die Niederlage zu hoch aus. Aufgrund der geschlossenen Mannschaftsleistung und des durchgängigen Engagements des Gaste war sie aber durchaus verdient. 520 zahlende Zuschauer, soweit sie die Neunkircher Farben trugen, machten  nach Spielende ihrem Unmut Luft. Nicht etwa, wie zu erwarten gewesen wäre, gegen Trainer Histing, sondern gegen die eigenen Spieler.