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Schwere Verletzung von Philippe Persch trübt die Freude über 2:0 gegen Bübingen

Unser Foto: „Zusammenhalt zwischen Fans und Mannschaft“ war für Borussen-Trainer Björn Klos mitentscheidend für den Sieg (Foto: Jan Sebastian Bach)

 

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Drei Punkte, 2:0 gegen Bübingen, dritter Sieg in Folge, wieder zu Null. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Noch wichtiger als die nackten Fakten: Borussia ist auf einem guten Weg, den Schulterschluss mit den eigenen Fans wieder hinzukriegen! Schon vor Spielbeginn begab sich die Mannschaft in die Kurve, wurde 90 Minuten lang angefeuert, um am Ende gemeinsam mit dem Anhang den verdienten „Dreier“ zu feiern. „Super Stimmung heute!“ und „Es macht wieder Spaß ins Ellenfeld zu gehen“, konnte man den sozialen Medien entnehmen. Den Beitrag der Fans zum Sieg erkannte auch Björn Klos an: „Das Publikum war heute ein wichtiger Faktor. Die Unterstützung von den Rängen hat uns beflügelt und noch ein paar Prozent mehr rausgekitzelt“, lobte Borussias Trainer die positive Stimmung im Ellenfeld, die auch nach der Partie im Borussia-Heim spürbar war.

Einer konnte das alles jedoch nicht genießen. Auf Gehstützen und mit einer Gipsschiene gesellte sich ein trauriger Philippe Persch zum Team. Die bittere Diagnose: Achillessehnen-Abriss! Schon nach zehn Minuten musste Borussias Torwart nach einem Schlag auf die Ferse raus und wird Borussia lange fehlen. „Ein dicker Wermutstropfen im Siegesbecher“, sagt Björn Klos, „denn Philippe war gut drauf und ist für die Mannschaft ganz wichtig. Aber Hut ab, wie das Team diesen Schock weggesteckt und das Spiel über weite Strecken bestimmt hat. Jeder hat sich in echtem Teamgeist für den verletzten Mannschaftskameraden mit Leidenschaft reingehauen, so dass hinten wieder die Null stand“, so Borussias Coach weiter.

Einziges Manko lange Zeit: Die fehlende Torausbeute. Bübingens Keeper Curcio parierte einen Ruschmann-Freistoß (18.) und Momo Diallo verzog aus günstige Schussposition (25.). Auch nach dem Wechsel hatte Borussia in einem zeitweise vor sich hinplätschernden Spiel die besseren Gelegenheiten. Mo Benghebrids Distanzschuss sauste knapp am Bübinger Gehäuse vorbei (53.), Diallo konnte erneut eine sehr gute Chance nicht nutzen (62.). Aber Borussia, immer wieder „gepusht“ durch die Anfeuerungen der Fans, bewies Geduld – und wurde belohnt! Als Daniel Ruschmann nach 73 Minuten den Ball in die Schnittstelle der gegnerischen Abwehr „durchsteckte“, blieb Jens Kirchen, der sich im Rücken der Bübinger Abwehr davongeschlichen hatte, kalt wie eine Hundeschnauze und lupfte das Leder über den ihm entgegenstürzenden Curcio ins Netz – Borussias 1:0 war der „Dosenöffner“ zum Sieg, den der eingewechselte Lionel Schmidt, durchs Mehdi Lommas erste Torvorbereitung mustergültig bedient, nach 88 Minuten gegen aufgerückte Bübinger perfekt machte. Den Jubel danach hatten sich Borussias Jungs redlich verdient.

„Natürlich hat mir nicht alles gefallen. Aber was uns im Moment auszeichnet, ist der unbedingte Wille, die Punkte zu holen“, fasste Björn Klos die 90 Minuten zusammen. Auch auf Bübingens Homepage wurde der Borussia mehr Einsatzwillen attestiert: „Neunkirchen war das aktivere Team“, „Neunkirchen arbeitete Fußball“, ist dort zu lesen. Über diesen Arbeitssieg konnte sich dann am Ende auch Philippe Persch, der direkt aus dem Krankenhaus gleich wieder ins Ellenfeld gekommen war, ein bisschen freuen: „Wir stehen in der Defensive stabil, das gibt Selbstvertrauen, auch wenn spielerisch noch viel Luft nach oben ist. Entscheidend sind, gerade in der jetzigen Situation, allein die Punkte“, so Borussias Keeper, der sich in dieser Woche einer OP unterziehen muss und lange ausfallen wird. In der Tat: Drei Punkte, dritter Sieg in Folge, wieder zu Null. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Eine gute Basis für die Partie am kommenden Samstag im Ellenfeld gegen den SC Halberg-Brebach. (-jf-)