Stefan Krämer: „Wir haben in Rossbach ein angenehmes Umfeld“
Stefan Krämer ist alles andere als ein Wandervogel. Als Spieler blieb der 40-jährige dem damaligen Drittligisten Bad Honnef lange treu. In Rheinbrol (Verbandsliga) kickte er ebenfalls lange Zeit. Seit nunmehr acht Jahren trainiert Stefan Krämer den SV Rossbach. Im vergangenen Jahr rangierte sein Team lange unter den ersten fünf. Am Ende der Saison sprang aber immer noch ein beachtlicher Platz acht dabei heraus. Nach einem großen Schnitt vor dieser Saison befindet sich die Mannschaft im Neuaufbau.
Blick: In der Saison 2005/2006 wurden Sie mit Ihrer Mannschaft Meister der Rheinlandliga und sind dennoch nicht aufgestiegen. Was war passiert?
Blick: Wie haben Sie, wie die Spieler auf den Ausschluss reagiert?
S. K.: Sie können sich sicher vorstellen, dass wir tief enttäuscht waren. Gut zwei Wochen lang sind wir in eine Art Schockstarre verfallen.
Danach haben wir uns zusammengerauft und gesagt: wir wollen es allen beweisen, dass wir das auch ein zweites Mal schaffen. Tatsächlich haben wir es auf Anhieb sofort wieder gepackt und standen sechs Spieltage vor Schluss bereits wieder als Meister der Verbandsliga fest. Das war sicher das Schönste, was ich in meiner Trainerkarriere bislang erleben durfte.
Danach haben wir uns zusammengerauft und gesagt: wir wollen es allen beweisen, dass wir das auch ein zweites Mal schaffen. Tatsächlich haben wir es auf Anhieb sofort wieder gepackt und standen sechs Spieltage vor Schluss bereits wieder als Meister der Verbandsliga fest. Das war sicher das Schönste, was ich in meiner Trainerkarriere bislang erleben durfte.
Blick: Als Rheinland-Pokalsieger durften Sie in der gleichen Spielzeit gegen Borussia Mönchengladbach im Pokal ran. Welche Erinnerungen haben Sie an dieses denkwürdige Spiel?
S.K.: Das war der helle Wahnsinn! Beim Training waren plötzlich überall Fernsehkameras. Homestorys wurden von unseren Spielern angefertigt. Das Spiel selbst war eine logistische Herausforderung, die wir, glaube ich, für einen kleinen Dorfverein ganz gut hinbekommen haben. Wir haben zwar 4:1 verloren, meine Jungs sind dabei aber bis an die Grenze des Möglichen gegangen.
Blick: Im darauffolgenden Jahr stiegen Sie als erneuter Meister der Rheinlandliga in die Oberliga auf. Worin bestehen und bestanden die Klassenunterschiede?
S.K.: Ich habe da so eine kleine interne Statistik. In der Verbandsliga darfst du dir im Schnitt 4 Fehler im eigenen Abwehrdrittel erlauben, ehe es zum Tor kommt. In der Oberliga sind es nur 1,3. Das zeigt schon, wo die Reise hingeht.
Blick: Einmal der 12. und in der vergangenen Saison ein beachtlicher 8. Platz. Was rechnen Sie sich in dieser Spielzeit aus?
S.K.: Wir haben in diesem Jahr einen großen Umbruch vollzogen, vollziehen müssen. Drei gute Stürmer haben uns verlassen. Wir haben dafür junge, talentierte und hungrige Spieler verpflichtet. Wenn man die bisherigen Ergebnisse nimmt, zweigt sich, dass man als Trainer am schnellsten im Abwehrverhalten beim Neuaufbau verzeichnen kann. Wir haben wenig zugelassen. Bis wir allerdings wieder eine Einheit sind und im Spiel nach vorne was bewegen können brauchen wir noch Zeit und Geduld.
Blick: Wie würden Sie die Stärken Ihres Teams beschreiben?
S.K.: Na ja, das Torverhältnis verrät einiges. Obwohl wir ein komplett neues Team formen müssen, sind wir defensiv recht gut drauf.
Blick: Was erwarten Sie von Ihrer Mannschaft beim Spiel im Ellenfeld?
S.K.: Wir treten jetzt zum dritten Mal im Ellenfeld an. Und um ehrlich zu sein, hatten wir bislang nicht den Hauch einer Chance. Vielleicht gelingt es uns jetzt, es besser zu machen. Ob wir uns aber im nächsten Jahr wieder treffen, weiß ich nicht. Ich habe mir euer Spiel gegen Pirmasens angesehen. Vielleicht schafft ihr ja den Aufstieg.



