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N`Ganvala: „Ich träume von einem vollen Stadion“

In der Winterpause wechselte der 20-jährige Djemel N‘ Ganvala zum saarländischen Traditionsverein aus Neunkirchen. Der 1,86 m große N‘ Ganvala der sowohl die belgische, als auch die französische Staatsbürgerschaft besitzt und alle Jugendmannschaften des renommierten lothringischen Zweitligisten FC Metz durchlief, erzählt in einem ersten Interview von seinem Beginn bei der Borussia, seiner Lieblingsposition und glänzt bereits jetzt mit erstaunlichen Kenntnissen über die Geschichte der Borussia.

Du bist nun seit zwei Wochen hier. Wie gefällt es dir bisher?

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N`Ganvala: Bis jetzt läuft es gut. Ich habe einige Leute kennen gelernt, besonders Pascal Stelletta, der ein ehemaliger Spieler von Metz ist. Er hilft mir hier sehr viel. Und ich versuche, alleine zu lernen, obwohl die Sprache nicht besonders einfach zu erlernen ist. Aber ich möchte mich verbessern, denn ich werde für 18 Monate hier sein und versuchen, alles zu tun, um Fortschritte zu machen. Besonders natürlich im sportlichen und sprachlichen Bereich.

Welchen Eindruck hast du von der Mannschaft?

N`Ganvala: Die Mannschaft zeigt sich ziemlich stark. Wir haben einige gute Spieler und wir verstehen uns in der Gruppe sehr gut. Der Trainer versucht, das Verständnis untereinander zu stärken und Gemeinschaften zu bilden. Dann ist es unsere Aufgabe, diese Verbindung einzugehen und eine angenehme Stimmung zu schaffen.

Wie schätzt du die Qualität des Teams ein?

N`Ganvala: Eine besondere Stärke der Mannschaft ist das Verständnis. Wir verstehen uns sehr gut und obwohl wir nicht die gleiche Sprache sprechen, gelingt es uns, uns untereinander zu verständigen. Außerdem gibt es viele freundliche Leute, die sich Mühe geben, den Neulingen zu helfen. Das halte ich für einen wirklich positiven Aspekt des Teams. Damit müssen wir unbedingt weitermachen, denn wir werden Spielführer brauchen, die die gesamte Mannschaft motivieren müssen, besonders die Neuen wie mich, die die Sprache noch kaum sprechen.

Wie findest du das Training?

N`Ganvala: Die Trainingseinheiten sind gut. Auch wenn wir nur einmal am Tag trainieren, das ändert sich für mich im Vergleich zu Metz, aber ich versuche, mich daran zu gewöhnen, konzentriert zu sein und während der Trainingseinheiten viel zu arbeiten.

Welche ist deine Lieblingsposition?

N`Ganvala: Ich spiele am liebsten im defensiven Mittelfeld. Das ist meine Position seit ich bei Metz unter Vertrag kam, also seit acht Jahren. Ich mag diese Position, weil ich den Ball nach vorne spielen kann, besonders weil ich, als ich Mittelfeldverteidiger war, sehen konnte, dass dies nicht meine beste Position ist.

Wie hat es sich ergeben, dass du zur Borussia gekommen bist?

N`Ganvala: Ich bin hier her gekommen, weil ich Guido Nickolay (Berater) sehr gut kenne. Er war es, der mir mitgeteilt hatte, er habe einen Verein für mich, den er voranbringen wollte und für den er Spieler brauchte. So kam ich hier her, habe Gespräche mit dem Vorsitzenden und dem Trainer geführt. Ihr Vorhaben klang interessant, deshalb habe ich unterschrieben, in der Hoffnung, die Mannschaft unterstützen zu können.

Bist du zufrieden mit der Wohnung, die du hier bezogen hast?

N`Ganvala: Das Wichtigste war es, erst einmal überhaupt etwas zu finden, wo man unterkommen konnte. Und jetzt habe ich ein kleines Appartement, das wirklich günstig in Stadtnähe gelegen ist. Ich bin dort nicht alleine, direkt nebenan wohnen sehr nette Nachbarn. Wenn ich ein Problem habe, kann ich mich jederzeit an sie wenden. Vorerst genügt mir das absolut.

Waren dir die Borrussia und ihre lange Tradition im Vorfeld schon bekannt?

N`Ganvala: Ich habe gehört, dass sie in der Vergangenheit in der ersten Bundesliga gespielt hat und es gibt einige gute Spieler, die von hier gekommen sind. Heute ist es natürlich anders. Sie sind abgestiegen, aber immer noch gut. So ist das im Fußball eben, es geht auf und ab. Jetzt ist es natürlich eine spannende Sache, zu schauen, wozu ich in dieser Mannschaft fähig bin.

Kannst du uns kurz einen Überblick über die Stationen deiner Karriere verschaffen?

N`Ganvala: Meine Karriere! (lacht) Ich bin noch sehr, sehr jung, um von ‚Karriere’ sprechen zu können. Bisher habe ich nur einen professionellen Verein kennen gelernt, den FC Metz. Ich habe einen Großteil meiner Jugend, genau gesagt acht Jahre, dort verbracht. Es war eine gute Zeit. Ich habe außergewöhnliche Menschen kennen gelernt, aber leider müssen sie ihre Entscheidungen treffen. Jetzt muss ich weiter hart arbeiten und versuchen, andere Vereine zu finden.

Wie gefällt dir das Stadion?

N´Ganvala: Am ersten Tag, als ich hier war, hatte ich gleich Gelegenheit dazu, das Stadion anzuschauen. Es ist sehr groß, mit über 23.000 Plätzen oder sogar mehr…?

Du bist gut informiert!
N´Ganvala: (lacht) Ja, ich habe mich gut informiert, ich war neugierig hier her zu kommen. Aber um viele Zuschauer anzulocken (das wäre ein Traum!), müssen wir sehr viele gute Ergebnisse erspielen, Siege einfahren. Ich hoffe, dass wir das Stadion eines Tages füllen werden!

Das Interview führte Till Hust

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