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Nach Spielausfall in Bous: Borussia verabschiedet sich vorzeitig in die Winterpause

Unser Foto: Wintereinbruch im Saarland – im Stadion Bous (links) war für Björn Klos (rechts) und unsere Mannschaft kein Spiel möglich. (Fotos: FSG Bous / Thomas Burgardt)

“Oh, the weather outside is frightful, but the fire is so delightful, and since we’ve no place to go:
Let it snow! Let it snow! Let it snow!” Was Frank Sinatra in seinem weltbekannten Winterlied besingt, legte den Spielbetrieb der Saarlandliga am Wochenende nahezu komplett lahm. Pünktlich zum ersten Advent-Wochenende legte sich die weiße Pracht auch über das Stadion am Germanenweg in Bous.

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An Fußballspielen war jedenfalls nicht zu denken, Borussias Mannschaft und Fans durften in den warmen heimischen Stuben bleiben. Trainer Björn Klos erfuhr von seinem Bouser Kollegen Sammer Mozain bereits im Laufe des Freitags, dass die Gemeinde den Rasenplatz „Zur Schafbrücke“ gesperrt habe und der Hartplatz „Auf der Mühlenscheib“ keine ernsthafte Alternative sei. „Wir hätten gerne gespielt, keine Frage. Die Atmosphäre im Laufe der Trainingswoche war gut, die Mannschaft gut drauf. Wir waren optimistisch, auch die letzte sportliche Aufgabe vor der Winterpause erfolgreich lösen zu können“, beschreibt Björn Klos die Stimmung rund ums Ellenfeld, will jedoch dem Spielausfall nicht lange nachtrauern: „Sei´s drum. Da haben wir keinen Einfluss drauf. Es ist, wie´s ist. Das nehmen wir hin.“ Zumal Borussia auch ohne gespielt zu haben angesichts des einzigen Saarland-Liga-Resultats doch irgendwie als Gewinner dastand. Denn der VfB Dillingen verlor sein Heimspiel gegen den abstiegsbedrohten SV Rot-Weiß Hasborn mit 0:1, verschoss dabei innerhalb von vier Minuten gleich zwei Elfmeter, zudem musste Torjäger Matthias Krauß mit roter Karte vorzeitig runter.

Ein Nachholtermin für die Partie in Bous und die anderen ausgefallenen Spiele der Karlsberg-Liga Saarland existiert noch nicht. Laut Rahmenspielplan des Saarländischen Fußballverbandes, so Björn Klos, ist dafür ein Spieltag unter der Woche Ende Februar vorgesehen. Borussia überwintert also auf Rang vier mit Kontakt nach oben. Das hatte man im Ellenfeld insgeheim auch so erhofft. Deshalb können Trainer und Mannschaft in der kommenden Woche die Halbserie ganz entspannt mit einem Jahresabschlusstraining ausklingen lassen – „mit einem lockeren Trainingsspiel und viel Spaß“, so Björn Klos, der einen Teil seiner Schützlinge dann aber auch schon auf den ersten Hallenauftritt vorbereitet. Am kommenden Wochenende (Samstag und Sonntag, 9.-10. Dezember) nimmt Borussia in Merchweiler an einem ersten Qualifikationsturnier zum Volksbanken-Masters teil. Sieben Feldspieler und ein Torwart werden zum Aufgebot gehören. „Angesichts unserer vielen verletzten und angeschlagenen Spieler ist es allerdings nicht ganz einfach, eine schlagkräftige Mannschaft zusammen zu bekommen“, so Borussias Coach. Sieben Feldspieler und ein Torwart werden das Aufgebot bilden. Mit dabei sein wird auf jeden Fall Jens Kirchen. Dem Leistungsträger Borussias werden demnächst die im Laufe der letzten Knie-Operation befestigten Schrauben entfernt, vorher möchte er noch einmal einen guten Auftritt im Borussen-Trikot hinlegen. Irgendein Risiko möchte Björn Klos zwar nicht eingehen, will die Hallen-Turniere aber auch nicht als reine „Spaß-Veranstaltung“ verstanden wissen: „Wir wollen trotz allem eine gute Truppe auf´s Parkett bringen, um mit einer gesunden Mischung aus Freude und Ernsthaftigkeit Borussia möglichst gut zu präsentieren“, so seine Marschrichtung.

Unter den Anhängern im Ellenfeld war zuletzt häufig die Frage aufgetaucht, warum für den ersten Spieltag der Rückrunde Mitte November nicht analog zum Saisonbeginn ein Heimspiel gegen die Sportfreunde Köllerbach, sondern die Partie gegen Elversberg angesetzt war. Björn Klos wusste darauf auch keine definitive Antwort, hat aber beobachtet, „dass es in den letzten Jahren der Saarlandliga immer so war, dass der erste Gegner im neuen Jahr nach der Winterpause immer der Auftaktgegner vom Saisonbeginn war.“ Letztlich ist es Borussias Trainer egal, denn zu Beginn der zweiten Halbserie warten vier „Hammer-Spiele“ gegen Top-Teams auf unsere Mannschaft, die mit zwei Begegnungen zuhause gegen Köllerbach (25. Februar) und Herrensohr (4. März) startet und nach dem Gastspiel in Quierschied (11. März) im Spitzenspiel den SV Auersmacher (18. März) im Ellenfeld erwartet. „Da sind wir gleich richtig gefordert, müssen hellwach aus der Winterpause kommen. Und anschließend wissen wir, wohin die Reise im letzten Drittel der Saison geht“, blickt Björn Klos schon jetzt mit einer gewissen Spannung dem Auftakt im Frühjahr entgegen. Doch vorher ist jetzt erstmal Erholung angesagt, „und die haben sich“, so der Trainer, „die Jungs richtig verdient!“ Jetzt kann es ruhig weiter schneien. Frei nach der zweiten Strophe in Frank Sinatras Winterlied: “It doesn’t show signs of stopping, and I’ve brought some corn for popping. The lights are turned way down low. Let it snow, let it snow, let it snow!” (-jf-)