Seidel + Vituzzi

Nach Pokal-Aus in Riegelsberg positiven Liga-Trend fortsetzen!

Kein „Spaziergang“ für Borussia am Sonntag (15.30 Uhr) beim Aufsteiger FV Schwalbach!

 

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Unser Bild: Der eine in Schwalbach noch keine Option (Patrick Seidel, links), der andere nach Rot-Sperre wieder dabei (Borussia-Kapitän Pino Vituzzi, rechts). (Foto: -jf-)

Die Enttäuschung war Björn Klos anzumerken. Dem Trainer mit ausgeprägter Siegermentalität passte die 2:3-Pokalniederlage in Riegelsberg überhaupt nicht in den Kram. Dabei war Borussia gleich zweimal zu günstigem Zeitpunkt in Führung gegangen: Momo Diallo traf mit seinem zweiten Pokal-Tor nach knapp 20 Minuten im Nachschuss, nachdem FC-Keeper Wagner den ersten Versuch noch abgewehrt hatte. Und kurz nach der Pause sorgte Marcel Jung mit seinem dritten Pokal-Treffer für das 2:1. „Da kann man schon verlangen, dass wir das Spiel über die Runden bringen“, sagt Björn Klos, der kritisch anmerkt, „dass wir es nach der Führung jeweils versäumt haben, das nächste Tor nachzulegen. Dann wäre wahrscheinlich der Deckel drauf gewesen.“ So aber drehte der Landesligist das Spiel. Knackpunkte waren dabei sicherlich der Elfmeter, den Christoph Debrandt zum 2:2-Ausgleich verwandelte, und die damit verbundene gelb-rote Karte für Borussen-Torwart Jonas Merhej. „Undiszipliniert und unnötig“, meint Björn Klos, der die Berechtigung des Strafstosses nach dem Studium der Video-Aufzeichnungen von Kameramann Heinz Petri zwar in Zweifel zieht, darin aber keineswegs Ausflüchte sucht: „Der Schiedsrichter hat so entschieden, und man sollte nicht sinnlos Energie in Diskussionen reinstecken, die eh nichts bringen“, so der Borussen-Trainer, dem letztlich die Erkenntnis blieb, dass personell gesehen „der zweite Anzug nicht so sitzt wie gewünscht. Wir haben einige angeschlagenen Spieler und welche, die momentan aufgrund der Belastung auf dem Zahnfleisch gehen. Ihnen habe ich in Riegelsberg bewusst eine Pause gegönnt, insofern nehme ich die Niederlage auch auf meine Kappe. Denn die Spieler aus der zweiten Reihe, die ja letztlich auch mal eine Chance verdient haben, konnten es diesmal nicht richten.“ Den Trost, Borussia könne sich nun nach Wegfall der pokalbedingten englischen Wochen voll auf den Ligabetrieb konzentrieren, möchte Björn Klos nicht annehmen: „Wir wollten in die nächste Runde einziehen, denn ich glaube, im Pokal wäre was möglich gewesen. Aber du kriegst drei Tore jeweils nach individuellen Fehlern, und dann wird es gegen topmotivierten Gegner halt eng!“

Dass das Pokal-Aus Nachwehen im Ligabetrieb bereiten könnte, glaubt Borussias Trainer allerdings nicht: „Für die Jungs sollte es eher ein Warnschuss zur rechten Zeit gewesen sein. Denn auch wenn der Trend in der Liga zuletzt klar aufwärts ging, haben wir doch schon im letzten Heimspiel gegen Brebach gemerkt, dass es nicht so im Vorbeigehen funktioniert. Das werde ich vor der Partie in Schwalbach am Sonntag nochmal energisch ansprechen und die Mannschaft auf die sicher nicht leichte Aufgabe einschwören.“ Der Aufsteiger aus Schwalbach, der erstmals in seiner Vereinsgeschichte in der Saarlandliga spielt (Trainer Jörg Schampel: „Ein Riesenhöhepunkt für den ganzen Verein!“) ist in den letzten Begegnungen richtig in Schwung gekommen. Nach Heimsiegen gegen den SC Friedrichsthal (3:1) und Ottweiler-Steinbach (3:0) gelang am letzten Wochenende mit einem deutlichen 4:1 in Mettlach auch der erste Auswärts-Dreier. Mit neun Punkten aus den letzten vier Spielen hat Borussias Gastgeber den Anschluss ans Mittelfeld geschafft. Björn Klos warnt seine Defensive vor allem vor Top-Stürmer Yannick Nonnweiler, der schon für die U23 des 1. FC Nürnberg und des 1. FC Kaiserslautern in der Regionalliga die Stiefel schnürte und vom luxemburgischen Erstligisten Titus Petange ins Saarland gekommen ist: „Schon zwölf Tore stehen allein auf seinem Konto. Zum Vergleich: Wir haben bisher in der gesamten Saison 16 Tore erzielt“, bekundet Borussias Trainer gehörigen Respekt vor Schwalbachs Torjäger. „Überhaupt ist Schwalbach offensiv mit schnellen Spielern stark besetzt. Mit dem in den letzten Spielen gestärkten Selbstvertrauen werden sie uns früh stellen und unter Druck setzen wollen“, skizziert Björn Klos in aller Kürze, was Borussia erwarten wird. Wieder im Kader steht Kapitän Pino Vituzzi, dessen Sperre nach der roten Karte in Mettlach abgelaufen ist. Patrick Seidel steigert nach seinem Muskelbündelriss die Intensität von Training zu Training, ist aber in Schwalbach noch keine Option. „Wir wollen kein Risiko eingehen“, so Björn Klos, der für seine Mannschaft „einen ähnlich heißen Tanz erwartet wie in Riegelsberg“. Umso mehr wird deshalb am Sonntag im Jahnstadion (Anstoß: 15.30 Uhr) vor sicher großer Kulisse die Unterstützung durch Borussias Fans gefragt sein, die auch diesmal wieder ihren Anteil dazu beisteuern wollen, dass der positive Trend in der Liga anhält. Auf geht´s, Borussia! (-jf-)