Raimund Eich

Kolumne zum Spiel gegen die SVE II

   Go Borussia

– Kolumne von Raimund Eich –

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Glückwunsch an den SV Saar 05! Endlich der erste Sieg für das Seibert-Team in der Regionalliga Südwest, ausgerechnet gegen den großen Favoriten aus Mannheim. Und das hat die Waldhöfer sogar die Tabellenführung gekostet. Trotz Punktgleichheit mit und gleicher Tordifferenz wie die Eintracht aus Trier, die einen Auswärtssieg in Spielberg einfahren konnte, musste man den Platz an der Sonne für Peter Rubecks Jungs aus der ältesten Stadt Deutschland räumen.
Mit Elversberg, Saarbrücken und Homburg gleich drei Saarvereine unter den ersten sechs in der Regionalliga, da kann man nicht meckern. Nur dem vorjährigen Oberligameister und Regionalligaaufsteiger vom Saarbrücker Kieselhumes bleibt die Rote Laterne weiterhin erhalten. Mit 12 Punkten Rückstand auf einen sicheren Nichtabstiegsplatz zum Ende der Hinrunde wird man sich wohl oder übel allmählich mit Gedanken an eine Rückkehr in die Niederungen der fünften Liga beschäftigen müssen, wenn es Timon Seibert auf der Kommandobrücke des Saar 05-Tankers nicht gelingen sollte, wenigstens in der Rückrunde den Hebel des Maschinentelegrafen dauerhaft auf „Volle Kraft voraus“ umzulegen.
Auf Kurs im oberen Tabellendrittel der Oberliga  hält unser Coach Michael Petry dagegen das etwas kleinere Borussenschiff, das nunmehr bereits seit acht Monaten zum Teil heftigen Turbulenzen infolge des Insolvenzverfahren ausgesetzt ist. Viele fragen sich mittlerweile, ob dieses „Trauerspiel“ jemals ein Ende finden oder immer weiter bis zum Sankt Nimmerleinstag verschoben wird. Ob es wirklich notwendig ist, einen Verein derart lange im Ungewissen über seine Zukunft zu lassen und somit auch die Umsetzung eines dauerhaft tragfähigen Zukunftkonzeptes zu behindern, vermag ich zwar nicht zu beurteilen, aber zum weiteren Verfahrensverlauf wären aus Neunkircher Sicht zumindest noch vor der Winterpause ein paar klärende Worte und die Benennung eines verbindlichen Termins wünschenswert. Wir Borussenfans müssen darauf jedenfalls schon viel zu lange warten.
Hoffen wir dessen ungeachtet darauf, dass unsere Jungs das nächste Heimspiel gegen die Zweite Mannschaft aus unserer Nachbargemeinde Elversberg und eine Woche darauf auch das letzte Spiel für dieses Jahr in Jägersburg gewinnen können. Der Weg dorthin ist bekanntlich nicht weit, insofern wäre ein Konvoi möglichst vieler Borussenfans dorthin zum Jahresausklang doch ein schönes Zeichen der Verbundenheit mit unserer Mannschaft und unserem Trainer. Verdient hätten sie es jedenfalls, wie ich finde.
In diesem Sinne:
Go Borussia, zusammen steh’n und Siege seh’n,
Go Borussia, wir lassen 1.000 Fahnen weh’n…

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