Markus Schmitt gegen Pfeddersheim (Foto: Th. Burgardt)

Geackert – trotzdem verloren

Auch nach der 0:1-Niederlage in Pfeddersheim konnte Daniel Paulus seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sowohl spielerisch, als auch läuferisch passte alles in einer verrückten Partie. Das Einzige, was fehlte, war die Selbstbelohnung – sprich: ein Tor.

Bereits kurz nach dem Anpfiff, in Minute 8, gab es Aufregung auf dem Sportplatz am Schießhaus in Pfeddersheim: nach einem klaren Foul von Levan Iashvili im eigenen Strafraum zeigte Schiedsrichter Kreutz, der im Laufe der Partie noch eine wichtige Rolle spielen sollte, berechtigterweise auf den Elfmeterpunkt. Ganz und gar nicht berechtigt war hingegen die rote Karte, die er Andy Backmann zeigte. Dieser sagte etwas zu einem Mitspieler, der Schiedsrichter bezog dies jedoch auf sich und verwies ihn des Platzes. Eine ärgerliche Karte für den 38-Jährigen – ein früher personeller Rückschlag für sein Team. Pfeddersheim-Torwart Thorsten Müller verwandelte zudem den gegebenen Elfmeter zur 1:0-Führung. Paulus musste jetzt taktisch umstellen und brachte für Simonetta Albert Becker ins Spiel, der eine sehr solide Leistung zeigte. Der Neunkircher Trainer wurde ebenfalls hinter die Bande verwiesen. Während in der Abwehr gegen Ende der ersten Halbzeit ein wenig der letzte Biss fehlte und man zu behäbig in den Zweikämpfen agierte, kam man vorne gefährlich vors Tor. Haas scheiterte in der 39. Minute am Aluminium. Dies war die große Ausgleichschance in Halbzeit eins.

Werbung


Daniel Paulus im Interview (MP3)

Die zweite Halbzeit dominierte die Borussia nun komplett. Man verschob sicher die Abwehrreihe, stand gut sortiert im Mittelfeld und lauerte auf die sich bietenden Konter. Einer dieser Konter bot sich in der 59. Minute, bei dem Kadrija einen Zuckerpass auf den mittlerweile eingewechselten Jorrin legte, der am Torwart scheiterte. Und ja, dann folgte die 71. Minute, die für mächtig Trubel im ohnehin hitzigen Spiel sorgte: Abdul Kizmaz wollte einen Ball an der Seitenlinie wegschlagen und traf den Schiedsrichterassistenten voll im Gesicht, der daraufhin bewusstlos zu Boden ging. Während der 20-minütigen Spielunterbrechung und Behandlungspause wurde nun mit Schiri Kreutz diskutiert, wie es denn weitergehen würde. Wird das Spiel überhaupt fortgesetzt, gibt es einen Ersatzlinienrichter? Letztere Variante wurde dann gewählt und die restlichen 19 Minuten erneut angepfiffen. Pfeddersheim konnte hier außer einem Fernschuss nichts mehr vorweisen, Neunkirchen zeigte eine starke Schlussphase und traf in der 88. Minute wieder durch Haas die Latte.

Einen Punkt hätte die Borussia heute auf alle Fälle in dieser absurden Partie verdient gehabt – wieder war man das bessere Team. Jetzt heißt es, nächste Woche zu Hause gegen Mechtersheim die selbe Leistung an den Tag zu legen und sich dann auch wieder selbst zu belohnen. An dieser Stelle gute Besserung an den Linienrichter!

Schreibe einen Kommentar