Almir Delic (links) dribbelt gegen Elversberg II gleich mehrere Gegenspieler aus (Foto: Th, Burgardt/borussia-online.de)

Erste schmerzhafte Niederlage der Saison

Borussia Neunkirchen musste die erste Heimniederlage in dieser Saison hinnehmen. Ausgerechnet die zweite Mannschaft des Lokalrivalen SV Elversberg konnte drei Punkte aus dem Ellenfeld entführen. Das Ergebnis von 1:3 spiegelte leider in weiten Teilen den Spielverlauf wider. Die SV Elversberg II kontrollierte das Spiel, Borussia hingegen wirkte zu respektvoll und übervorsichtig.

Von Beginn an machte die SVE II mehr Druck. Schon in der ersten Spielminute konnte das Team von Jens Kiefer einen Schuss auf das Neunkircher Tor bringen. Nach nur zwei Minuten hatte das Team aus dem Neunkircher Nachbarort den ersten Eckball. Und in diesem Minutentakt ging es weiter. Dabei agierte die SVE II vor allem über rechts. Außer in der 8. Minute als ein Freistoß von links direkt im rechten Toreck untergebracht wurde. Nachdem 0:1 durch Sebastian Holzer sah man weiter vor allem die SVE II spielen. Dabei waren die Elversberger immer wieder bemüht die Platzverhältnisse aufgrund des regnerischen Wetters auszunutzen, so versuchten sie es mehrfach aus der Distanz. Den glitschigen Ball konnte Sebastian Grub meistens nur im Nachfassen kontrollieren. In der 20. Minute wurde eine Flanke von der rechten Seite diagonal durch den Borussenstrafraum gespielt. Links stand Said Chouaib, der mit rechts zum 0:2 hoch ins rechte Eck schoss.

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In der 26. Minute passte Guillaume Paul auf Almir Delic, der frei vor Torwart Tobias Rott stand und den Ball flach im Netz unterbrachte. Doch zuvor wurde eine Abseitsstellung Delics abgepfiffen, so dass der Treffer nicht zählte. Eine gute Szene hatte Borussia noch in der 32. Minute, als Delic im Mittelfeld auf Arif Karaoglan weiterleitete, der die gegnerische Hälfte durchrannte und mit einem Schuss übers Tor abschließen konnte.

In der zweiten Hälfte konnte die SVE II früh nachlegen. So erhöhte Rouven Weber nach einem Eckball schon in Minute 47 auf 0:3. Angesichts des Spielstandes konnten es die Elverberger nun ruhiger angehen lassen und Borussia konnte das Spiel stärker in die gegnerische Hälfte verlagern. Nachdem Philipp Kerber von rechts in den Strafraum flankte, kam in der Mitte Titan Monostori an den Ball. Die Szene schien schon geklärt, als es zu einem Missverständnis in der Elversberger Abwehr kam. Pascal Olivier reagierte hellwach auf den Fehler und konnte den Ball aus kürzester Entfernung zum 1:3 im Netz unterbringen (59. Minute). Borussia konnte sich nun noch einige Chancen erarbeiten (65. Minute: Beinahe-Eigentor eines Elversbergers, 71. Minute: Paul trifft mit Drehschuss den Netzhalter, 88. Minute: Rechtsschuss von Olivier aufs Tor). Am Ende gab es noch eine kuriose Szene als SVE II-Schlussmann Rott, bedrängt von einem Borussen, den Ball fallen ließ und dieser langsam über die Linie kullerte (89. Minute). Das Tor wurde nicht gegeben, da der Torwart behindert wurde.

Fazit: Eine alte Fußballer-Weisheit sagt, man kann immer nur so gut spielen, wie es der Gegner zulässt. Elversberg II ließ an diesem Spieltag fast gar nichts zu. Die SVE II trat von Beginn an engagierter und entschlossener auf. Aus Borussenperspektive hatte man das Gefühl, die Elversberger sind immer einen Tick schneller und bringen immer noch einen Fuß dazwischen. Borussia wirkte – wohl vor allem aufgrund des frühen Rückstands – verunsichert, so dass man trotz mehrerer Chancen den Ausgang des Spiels schon frühzeitig erahnen konnte. Am besten das Spiel so schnell wie möglich abhaken und in den kommenden Partien punkten!

Neunkirchen: Grub, Frank (46. Monostori), Kerber (69. Miessemer), Neumeier, Paul, Olivier, Delic, Groß, Schommer, Schwab (28. Dahl), Karaoglan. Trainer: Knoll

Elversberg II: Rott, Zott (85. Heß), Olbrich, Holste, Kadrija (80. Berndt), Chouaib (89. Adiguzel), Englert, Weber, Fernandes, Weiersbach, Holzer. Trainer: Kiefer

Tore: 0:1 Holzer (8. Minute), 0:2 Chouaib (20.), 0:3 Weber (47.), 1:3 Olivier (59.)

Zuschauer: 600

Schiedsrichter: Philip Schmidt (Rockenhausen)

Gelbe Karten: Groß, Dahl

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