Sportplatz Ommersheim (Pokalspiel Heckendalheim)

Erst knapp, dann deutlich

Über 90 Minuten bot Heckendalheim der Borussia im Pokal Paroli und kämpfte sich mit einem 1:1 in die Verlängerung. Erst dann gelang es der Borussia gegen den Bezirksligisten den Schalter umzulegen und mit einem 1:4 doch noch recht deutlich in Runde 5 einzuziehen.

Wer dachte, das Pokalspiel auf dem Ommersheimer Hartplatz gegen das Team von Ex-Borusse Torsten Dawo würde zum Selbstläufer, der musste sich am Mittwochabend erstmal die Augen reiben. Die Heimmannschaft wusste um die Bedeutung dieses Spiels und opferte sich komplett auf – an dieser Stelle schon mal einen riesen Respekt für diese Leistung! Die Borussia musste neben Felix Dausend, Armend Haliti und Heraldo Jorrin auch in der Abwehr auf Backmann verzichten, der wegen eines privaten Termins heute nicht auflaufen konnte. Von der ersten Minute an ließ der Bezirksligist den Oberligisten spüren, dass er ihm hier und heute nichts schenken würde. Dawos Team verschob schnell, biss sich in die Zweikämpfe und spielte einen gefälligen Offensivfußball. Zwei Bälle landeten in der Anfangsphase an der Latte von Robert Lehmann, ehe Andy Steis in der 22. Minute nach einem Eckball von Iashvili zur 0:1 Führung traf. Der Borussia schien diese Führung keine Sicherheit zu verleihen, die Heimmannschaft spielte unbeeindruckt stark weiter. Dann war auch schon Pause im Mandelbachtal.

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Daniel Paulus im Interview (MP3)

Ex-Borusse Torsten Dawo im Interview (MP3)

Zur zweiten Hälfte kamen Tim Cullmann und Weston für Kizmaz und Becker ins Spiel. Je älter das Spiel wurde, desto stärker wurde Heckendalheim. Und sie wurden nicht nur stärker, sondern trafen dann auch: Kapitän Johannes Neupert fasste sich ein Herz und zog aus gut 20 Metern ab (56. Min). Auf dem holprigen Hartplatz sprang der Ball durch Lehmanns Handschuhe ins Tornetz. Neunkirchen agierte jetzt viel zu passiv und versiebte hundertprozentige Chancen durch Simonetta, Haas und Weston. Man schaffte es nicht, das Spiel in der regulären Spielzeit zu entscheiden, weshalb es in die Verlängerung ging. Hier ließen jetzt bei Torsten Dawos Team allmählich die Kräfte nach und Haas traf in der 100. Minute nach schöner Vorlage von Leibold zum 1:2. Jetzt war der Bann, wenn auch so spät, gebrochen. Kadrija machte in der 113. Minute per Weitschuss das 1:3, ehe Iashvili den 1:4 Endstand herstellte.

Nochmal gut gegangen. Diese Verlängerung hätte Neunkirchen sich vor dem wichtigen Spiel am Sonntag dennoch ersparen können. Aber man steht in Runde fünf und das zählt! Jetzt heißt es: regenerieren und auch in der Oberliga am Sonntag in Pfeddersheim zurück in die Erfolgsspur finden.

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