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Eine Vision – eine Mission – ein Ziel

Er ist ein Vollblutstürmer: die Rede ist vom neuen Borussenstürmer Nazif Hajdarovic, der zur Winterpause vom Regionalligisten KSV Hessen Kassel ins Ellenfeld wechselte. Der 27-jährige Neuzugang, der in seiner jungen Karriere bereits beim 1. FC Saarbrücken sowie beim FC Bayern München unter Vertrag stand, zeigt sich im Interview sehr glücklich und spricht von seinen angestrebten Zielen, darüber, was die Borussia ihm bedeutet und erklärt, warum die Fans solch ein wichtiges Gut sind.

Nazif, zur Winterpause bist du aus Kassel zum Traditionsclub aus Neunkirchen gewechselt. Warum fiel deine Wahl gerade auf die Borussia?

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Hajdarovic: Ich bin eben wieder zurück ins Saarland gekommen, wo auch meine Familie lebt, da ich meinen Vertrag in Kassel aufgelöst habe. Des Weiteren habe ich Martin Bach zu danken, zu dem ich einen sehr guten Draht habe. Er war zufällig, als ich meinen Vertrag aufgelöst habe, bei meinem Berater. So kam man ins Gespräch und hat sich ein paar Mal getroffen.

1. FC Saarbrücken, Bayern München, Hessen Kassel, jetzt Neunkirchen. Welchen Stellenwert hat der Oberligist für dich persönlich?

Hajdarovic: Es ist ein großer Traditionsverein, der sehr gute Fans hat, die es endlich wieder einmal verdient hätten, Erfolg zu haben und höherklassig zu spielen. Genau aus diesen Gründen habe ich mich auch für Neunkirchen entschieden, da ich denke, dass man hier etwas aufbauen kann und den Verein wieder nach vorne bringen kann. Aber wie gesagt: hierfür muss jeder im Verein an einem Strang ziehen und dann kann man das auch schaffen!

Du hast bereits erwähnt, dass du auch aus familiären Hintergründen zurück ins Saarland gekommen bist. Möchtest du hierherziehen?

Hajdarovic: Ich möchte mit meiner Frau nicht direkt ins Saarland ziehen. Wenn alles planmäßig läuft, möchten wir im Sommer ein Haus in der Nähe von Pirmasens bauen und dann auch hier verbleiben.

Würdest du sagen, dass der Verein höher spielen kann bzw. muss?

Hajdarovic: So ist es, er muss, da er einfach diese Tradition und diese super Fans hat. Es ist auch so, dass ich die letzten Jahre und als ich damals noch in Saarbrücken gespielt habe, die Entwicklung rund um die Borussia verfolgt habe. Ich denke, dass der Verein in den vergangenen Jahren immer eine gute Mannschaft hatte, nur hat ein bisschen das gewisse Quäntchen Glück zum Erfolg gefehlt.

Der Rückstand auf die Tabellenspitze beträgt 8 Punkte. Mit der deutlich verstärkten Mannschaft ist der Angriff theoretisch zwar möglich, wird aber sehr schwer, oder?

Hajdarovic: Es wird sehr schwer, aber wir als Mannschaft und der Trainer glauben an den Erfolg. Wir haben nichts zu verlieren und können nur gewinnen, deshalb hoffe ich, dass wir richtig Gas geben und dann gute Spiele hier im Ellenfeld abliefern werden. Wichtig ist, dass wir den Fans zeigen, dass wir wollen und wenn es am Ende der Rückrunde nicht klappen sollte, müssen wir zusehen, dass wir zur neuen Spielzeit eine gute Mannschaft aufstellen, die den Schritt in die Regionalliga machen kann. Diese Restsaison sollte man jetzt einfach noch nicht abhaken, denn sie ist noch lange. Wir müssen punkten und wenn uns dies gelingt, werden auch die anderen Mannschaften vor uns nervöser.

Wie beurteilst du die momentane Situation?

Hajdarovic: Ich bin einfach noch nicht lange genug hier, um mir ein Urteil zu erlauben. Bis jetzt ist alles super, bis jetzt ist alles gut und auch die Gespräche und der Kontakt zum Vorstand sind super. Der Vorstand mit Herrn Ferraro, Herrn Bach und Herr Hotic ziehen alle an einem Strang, was auch sehr wichtig ist, um am Ende Erfolg zu haben. Wenn jeder nur alleine arbeiten würde, wäre der Erfolg unmöglich, deshalb denke ich, dass wir alle auf einem guten Weg sind, das betrifft auch die Zukunft. Mein Optimismus ist jedenfalls groß!

Welches Gefühl geben dir die Mannschaft, der Trainer, der Vorstand und die Fans?

Hajdarovic: Der Verein, der Trainer und der Vorstand wollten mich unbedingt holen, dies ist auch in unseren gemeinsamen Gesprächen sehr gut rübergekommen. Ich war überzeugt davon, dass wir hier etwas aufbauen können. Ich muss ebenfalls sagen, dass das Gespräch mit dem Trainer sehr positiv verlief. Er hat mich hier hergeholt, weil er weiß, dass ich der Mannschaft weiterhelfen kann um dann den Erfolg, wenn nicht dieses Jahr, nächstes Jahr aufzubauen.

Was zeichnet den Verein deiner Meinung nach aus?

Hajdarovic: Ich denke es sind hauptsächlich die Fans, die immer hinter dem Verein stehen und auch bei jedem Auswärtsspiel dabei sind. Dies ist meiner Meinung nach ein sehr wichtiger Aspekt für diesen Klub. Das ist das, was den Verein auszeichnet und darauf kann man stolz sein.

Wie beurteilen deine Familie und deine alten Weggefährten aus dem Saarland deinen Wechsel?

Hajdarovic: Meine Mutter war natürlich sehr froh, weil ich in den vergangenen drei Jahren weiter entfernt war. Die Familie war also sehr glücklich, dass ich wieder hier bin, jetzt direkt einen Verein gefunden habe und nicht erst im Sommer wieder mit dem Fußball anfange. Sowohl für mich und meine Familie war es am allerwichtigsten, dass ich in einem Verein unterkomme, wo ich mich sehr wohl fühle!

Hast du dir persönlich eine Tormarke gesetzt?

Hajdarovic: Es ist grundsätzlich egal, wer die Tore schießt. Ich bin ein Stürmer, der auch geholt wurde, um diese zu schießen, aber es ist extrem wichtig, dass wir als Mannschaft im Kollektiv funktionieren. Eine Marke habe ich mir jetzt nicht gesetzt, ich möchte jedoch am liebsten so viele schießen, dass es am Ende zum Aufstieg reicht.

Könntest du dir auch über den Sommer hinaus vorstellen, das Borussentrikot zu tragen, um dann von Beginn an voll anzugreifen?

Hajdarovic: Wenn wir es diese Saison nicht schaffen, muss es selbstverständlich unser Anspruch sein, im Sommer dann direkt voll anzugreifen. Dazu braucht man eine starke Mannschaft, die die Oberliga auch spielerisch dominieren kann. Dass man jetzt nicht jedes Spiel gewinnt, ist vollkommen klar und wenn wir in der neuen Spielrunde angreifen werden, bin ich natürlich absolut bereit, hier zu bleiben!

Welche Schlagzeile würdest du am Ende der Rückrunde gerne lesen?

Hajdarovic: (lacht) Borussia Neunkirchen schafft den Aufstieg!

Das Interview führte Till Hust

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