Kapitänin Christin Schmidt in Aktion (Foto: Th. Burgardt)

Eine Niederlage im Lernprozess

Im Fußball gibt es diese Spiele, in denen man die bessere Mannschaft ist, mehr in der Offensive zeigt, mehr Torabschlüsse zu verbuchen hat und am Ende trotzdem verliert. So erging es auch der Frauen-Mannschaft bei ihrem ersten Bezirksliga-Spiel in Oberwürzbach. Über das gesamte Spiel hinweg war man spielbestimmend, schlief jedoch zwei Mal in der Abwehr und verlor am Ende leider mit 0:2!

Vor ein paar Monaten wurde die Damenmannschaft der Borussia erst gegründet, am Sonntag stand dann die erste Prüfung an: das erste Auswärtsspiel der jüngsten Bezirksligamannschaft gegen ausgerechnet die älteste Mannschaft dieser Liga. Ein interessanter Aspekt, der am Ende vielleicht ausschlaggebend sein sollte. Die Borussen-Mädels, die sich schon seit Wochen auf den Auftakt freuten, begannen mutig und offensiv. Jessy Woll zeigte gleich zu Beginn einen ihrer leidenschaftlichen Sprints. Man versteckte sich nicht, lief jedoch gegen einen routinierten Abwehrwand der Oberwürzbacher an. Diese Routine der Heimmanschaft setzte sich im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit immer mehr durch. Zwar bestimmten sie nicht das komplette Spielgeschehen, ließen aber ihre Erfahrung spielen und nutzten jeden Ballverlust der Borussia. Ballverluste, die absolut normal und nur ein Produkt der jungen, noch nicht komplett eingespielten Borussenelf sind. Etwas aus dem Nichts fiel dann auch das 0:1 aus Neunkircher Sicht: ein langer Einwurf von Oberwürzbach landete auf dem Kopf von Angela Jung, die in den Winkel köpfte. Mehr Chancen ließ die Borussia dann aber nicht mehr zu, da die viel bespielte linke Seite konsequent durch Nathalie Staudter verteidigt wurde.

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Oliver Rinder resümiert die Auftaktniederlage seines Teams (MP3)

Der Trainer der Frauen-Mannschaft: Oliver Rinder (Foto: Th.Burgardt)

Die zweite Hälfte ging dann komplett an das Borussen-Team von Oliver Rinder: man bemühte sich stetig nach vorne und wirbelte die gegnerische Abwehr immer öfter durcheinander. Insbesondere Jessy Woll, Denise Fleischmann und Helena Kiefer bildeten hier eine gefährliche Dreierachse, der nur das verdiente Tor verwehrt blieb. Mehrere gute Distanzschüsse gingen knapp am Pfosten vorbei – wirklich schade. Das Tor, das unglücklicherweise nicht mehr fallen sollte, ließ eine alte Fußballfloskel wieder aufleben: „wer vorne das Tor nicht macht, der kassiert irgendwann selbst ein Tor.“ Gemäß diesem Spruch erhöhte Oberwürzbach nach einer Ecke erneut per Kopfball durch Jung – das 2:0, die vorzeitige Entscheidung.

Es ist wirklich schade, dass das Team um Kapitänin Christin Schmidt heute nicht belohnt wurde. Doch Niederlagen sind dazu da, um zu lernen und an ihnen zu wachsen. Routinierte, aber spielerisch unterlegene Oberwürzbacher gewannen heute gegen sich im Aufbau befindliche Neunkircher, die trotzdem Spaß auf mehr machten. Auch schön zu sehen war, wie das symphatische Team sich nach der Niederlage gegenseitig stützte und das Gute des Gezeigten sah. Mädels, es hat Spaß gemacht! Der Lernprozess geht weiter, wir freuen uns auf das erste Heimspiel am 21.09  gegen Spiesen. Kopf hoch!

Denise Fleischmann zeigte eine gute Partie (Foto: Th.Burgardt)

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