Nabil Dafi Portrait

„Eine Freude, zurück zu sein“

Beim Heimspiel gegen den SC Idar-Oberstein war Rückkehrer Nabil Dafi wieder ein wichtiger Baustein im Borussen-Mittelfeld. Im Interview reflektiert er das Unentschieden im ersten Saisonspiel, seine Rolle im Team und die Zusammensetzung der jungen Mannschaft.

Nabil, zwei Mal hast du bereits für Borussia gespielt, im Sommer hatte man mit deinem Abschied gerechnet, jetzt bist du wieder zurück. Wie fühlt sich das an?

Werbung


Nabil Dafi: Ich bin sehr zufrieden, wieder bei der Borussia arbeiten zu dürfen, gerade auch wegen Dieter Ferner und Edgar Weller. Da ich mit der Überlegung gespielt hatte, mit meiner Familie zurück nach Straßbourg zu gehen, standen die Zeichen zunächst auf Abschied. Nun habe ich jedoch eine Lösung gefunden, um hier in der Region und somit auch bei der Borussia bleiben zu können. Ich persönlich freue mich sehr, hier ein weiteres Jahr spielen zu dürfen und hoffe auf eine gute Entwicklung.

Wie schätzt du die momentane Situation rund um das neue Team ein?

Nabil Dafi: Seit einer Woche bin ich nun im Training und mein Eindruck von der Mannschaft ist sehr gut. Sie ist freundlich, wir arbeiten hart im Training, aber trotzdem ist auch viel Spaß dabei. Ich denke, wenn jeder von uns 100% Einsatz und Leidenschaft an den Tag legt, können wir eine gute Runde hinlegen.

Wie hat die Mannschaft die vielen Abgänge verkraftet?

Nabil Dafi: Natürlich fehlen uns diese erfahrenen und gestandenen Spieler, das ist klar! Wir können aber nur nach vorne blicken und müssen jetzt mit den neuen Spielern arbeiten. Auch der aktuelle Kader stimmt mich optimistisch.

Wie siehst du deine Rolle im jungen Team und was bringt speziell deine große Erfahrung?

Nabil Dafi: Speziell im Mittelfeld, was eine sehr wichtige Position ist, kann ich mit meiner Erfahrung dem Team weiterhelfen. Es muss in einer Mannschaft immer vier bis fünf „alte Füchse“ geben, die die Jungen führen. Wir können mit Worten auf die Spieler einwirken und so gemeinsam erfolgreich arbeiten.

Welche Eindrücke hat das Spiel gegen Idar-Oberstein bei dir hinterlassen?

Nabil Dafi: In der ersten Halbzeit haben wir taktisch sehr gut  und klug gespielt. Die Chance haben wir direkt in ein Tor umgewertet. In der zweiten Hälfte haben wir zwar diesen einen Fehler der zum Ausgleich führte gemacht, aber nach vorne auch Druck aufgebaut. Das sind kleine taktische Mängel, die sich im Laufe der Trainingsarbeit abstellen lassen. Was für mich zählt, war, dass wir den Sieg und die drei Punkte wollten. Dies hat sich in der kämpferischen Spielweise niedergeschlagen. Es wurde letztlich zwar ein Unentschieden, aber damit kann man beim ersten Auftritt sehr zufrieden sein.

Du konntest vor dem ersten Spiel nur ein, zweimal trainieren. Merkst du noch den Trainingsrückstand?

Nabil Dafi: Ich habe in der Sommerpause alleine viel trainiert, das wusste auch der Trainer. Der Trainer hat dann trotzdem entschieden, dass ich gegen Idar-Oberstein von Beginn an spielen sollte, was mich sehr glücklich gemacht hat und was ich mit vollem Einsatz zurückzahlte. Ich benötige vielleicht noch ein paar Tage, aber im Kopf bin ich bereits voll für die Mannschaft da.

Das Interview führte Till Hust

Schreibe einen Kommentar