Nazif Hajdarovic im Zweikampf mit Adam Straith

Borussia verliert nach starkem Fight gegen Saarbrücken

Die Zusammenfassung des Spiels auch beim Saarländischen Rundfunk:

http://sr-mediathek.sr-online.de/beitrag_Video.php?id=11276&autoplay=1&startvid=12

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Trainer Adetunji Adeyemi kann stolz auf seine junge Mannschaft sein: auch wenn man am Ende im Saarlandpokal-Viertelfinale knapp mit 0:1 gegen den 1.FC Saarbrücken verlor und somit das mögliche Halbfinale nicht erreichen konnte, zeigte der Oberligist ein ganz starkes Spiel, welches sowohl im technischen als auch im kämpferischen Bereich große Klasse war!

Voller Ehrgeiz lief die Borussia in das mit gut 4000 Menschen gefüllte Ellenfeldstadion ein, in dem ihr von ihren treuen Fans nochmals toll eingeheizt wurde. Diese Kulisse schien die Heimmannschaft richtig zu pushen, denn sie begann druckvoll und mutig. Saarbrücken wurde dadurch tief in die eigenen Reihen gedrängt und stand erstmal eine zeitlang komplett neben sich. Artur Mezler, einer der stärksten Neunkircher am frühen Mittwochabend, fasste sich nach gut fünf Minuten ein Herz, zog aus 30 Metern ab, traf aber nur die Latte. Nach diesem Strahl probierte jetzt Pascal Stelletta aus halbrechter Position das selbe. Sein gefühlvoller Heber konnte durch den Ex-Borussen Enver Marina noch knapp aus dem Winkel gekratzt werden. Diese zwei Anfangsmöglichkeiten gaben Neunkirchen weiteren Auftrieb, was sich auch in vielen gewonnenen Zweikämpfen widerspiegelte. Die Gäste hatten bis zur 20. Minute keine zwingende Torchance, der Klassenunterschied von 3.Bundesliga zur Oberliga war nicht zu erkennen. Nach einem ersten, noch abgefälschten Ball von Marius Laux, hatte der flinke Selcuk Kaban die dritte hochkarätigste Chance der Anfangsphase. Sein gefühlvoller Freistoß wurde nur Zentimeter am Gästetor vorbeigezirkelt. Dann war die erste Hälfte vorbei. 45 starke Borussen-Minuten, 45 schwache Minuten der Gäste aus der Landeshauptstadt.

Jürgen Luginger (MP3)

Johannes Wurtz (MP3)

Direkt nach Wiederanpfiff hatte die Borussia die Riesenchance den hochverdienten Führungstreffer zu erzielen: Selcuk Kaban luxte einem Saarbrücker-Abwehrmann ungewohnt einfach den Ball ab, sprintete vor das Tor und legte den Ball nochmals auf Nazif Hajdarovic ab. Dieser verstolperte den Ball und zog ihm im Nachschuss über das Gehäuse. Eine 100%-Torchance, die den Stürmer selbstverständlich wurmte, da er wusste, dass sich solche Chancen gegen einen Drittligisten nicht allzu häufig bieten. Trotzdem ist  ihm dieser Fehler aber eindeutig nicht zu verübeln. Ihn plagten heute Rückenbeschwerden, aufgrund derer er auch später ausgewechselt werden musste. Gegen Ende, als bei den Gastgebern allmählich die Kräfte etwas nachließen, wurde der 1. FCS gefährlicher. Der in der kommenden Saison für Werder Bremen spielende Johannes Wurtz kam in Minute 58 völlig frei zum Schuss, der gerade noch vom starken Borussen-Rückhalt Sebastian Grub entschärft und pariert wurde. Dann fiel das Tor des Tages: eine Lücke in der Abwehr sorgte dafür, dass der Ball ungehindert zu Marius Laux gespielt werden konnte, der die Kugel dann eiskalt in die rechte untere Ecke setzte. Nach diesem Treffer in der 61. Minute passierte nicht mehr viel und so blieb es bei dem knappen und unglücklichem Saarbrücker Sieg.

Die Neunkircher Fans wussten die heutige Leistung ihre Mannschaft zu schätzen und belohnten sie mit frenetischem Applaus. Besonders hervorzuheben heute Neunkirchens Dauerbrenner, Kapitän Christian Frank, Djemel N`Ganvala, der das Mittelfeldspiel mit klugen Pässen antrieb, Jaba Bebua, der viele Zweikämpfe für sich entscheiden konnte und viel Wind über die Außen machte und Tim Cullmann der immer mehr auf seiner Position aufgeht. Auch wenn die Enttäuschung direkt nach dem Abpfiff natürlich den Spielern ins Gesicht geschrieben stand, gingen die Mundwinkel schon bald wieder nach oben. Denn das, was Neunkirchen heute über 90 Minuten zeigte, war attraktiver, qualitativ hochwertiger Fußball, der zeigte, welch großes Potential in dieser Truppe steckt!

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