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Borussia reist mit Personalproblemen ins Hasborner Waldstadion

 

Unser Bild: Augen zu und durch! In Hasborn wird wieder Borussias Kampfgeist (hier mit Marvin Gabriel) gefragt sein! (Foto: -jf-)

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Hinweis der Fanbetreuung: Auswärtsfahrer, die Borussia nach Hasborn begleiten wollen, treffen sich um 14.00 Uhr vor dem Ellenfeldstadion. Hier wird es sicher auch für die, die keinen eigenen Pkw haben, Mitfahrgelegenheiten geben. Borussen-Fans, kommt alle nach Hasborn – You´ll never walk alone!

Wenn Borussia am kommenden Samstag, (Anstoß: 15.00 Uhr) im Hasborner Waldstadion zu Gast ist, ist die Improvisationskunst von Björn Klos gefragt. Denn ob Borussias Trainer einige verletze und angeschlagene Spieler zur Verfügung stehen, ist nach dem Training am Donnerstagabend mehr als fraglich. Definitiv ausfallen wird neben Tim Cullmann nun auch Mo Benghebrid, im Heimspiel gegen Homburg einer der Leistungsträger im weißen Trikot: Beim Abwehrspieler, der über Schmerzen im Oberschenkel klagte, wurde ein Muskelfaserriss diagnostiziert, Ausfallzeit ca. drei Wochen. Dass Patrick Seidel, der gegen Homburg bis zur letzten Minute auf die Zähne biss, erneut Probleme mit der Muskulatur hat, macht die Sache für Björn Klos nicht einfacher. Doch Borussias Coach nimmt´s pragmatisch: „Diejenigen, die auf dem Platz stehen, müssen halt noch enger zusammenrücken, ihren Job erledigen und die Grundtugenden, sprich unbedingten Willen und Kampfkraft, einbringen. In der jetzigen personellen Situation kommt es genau darauf an. Schönspielerei und taktische Finessen sind da nicht gefragt“, formuliert der Trainer die Perspektiven für die Samstag-Partie. Denn, so Björn Klos, „auch wenn die Mannschaft ein anderes Gesicht hat, hat sich unser Ziel, die drei Punkte mit ins Ellenfeld nehmen zu wollen, nicht verändert.“
Doch Borussias Trainer weiß, dass das gegen einen angeschlagenen Gegner schwer genug wird. „Hasborn hat seit zwei Wochen einen neuen Trainer. Für sie ist es ungewohnt, so weit hinten in der Tabelle und damit so unter Druck zu stehen. Sie werden deshalb alles in die Waagschale werfen, was sie haben, zumal es gegen Borussia geht. Das ist für jeden in der Saarlandliga etwas Besonderes. Uns erwartet ein ähnlich heißer Tanz wie in Mettlach“, ist Björn Klos weit davon entfernt, den SV Hasborn nach dem derzeitigen Tabellenstand einzuschätzen.
Dort, wo die Rot-Weißen jetzt stehen, wollten sie vor Saisonbeginn auf keinen Fall hin. Nach dem enttäuschenden 12. Platz der Vorsaison strebte der 1920 von 25 Hasborner Bürgern, überwiegend Bergleuten, gegründete Verein auf jeden Fall eine bessere Platzierung an. Vor allem mit dem „Königstransfer“ von Lukas Biehl (vom VfL Primstal) und dem torgefährlichen Neuzugang Dennis Jener (TuS Steinbach) sah man sich offensiv deutlich besser aufgestellt. „Das Ziel ist definitiv ein einstelliger Tabellenplatz“, hatte Spielertrainer Matthäus Gornik den Redakteuren der Saarbrücker Zeitung vor dem Saisonstart in die Notizblöcke diktiert. Doch Gornik ist nicht mehr im Amt. Nach der 1:2-Niederlage in Primstal und dem Abrutschen auf den vorletzten Tabellenplatz trennten sich Rot-Weiß und der Coach einvernehmlich. Der Nachfolger war mit Bernd Gries schnell gefunden: Der 49jährige bringt aus 94 Bundes- und 2.Liga-Spielen für den FC Homburg (17 Tore) und anschließenden Trainerstationen in Elversberg, Steinbach, Merchweiler und Hellas Marpingen jede Menge Erfahrung mit und würde nach dem 0:0 zuhause gegen Friedrichsthal und der 1:2-Niederlage am letzten Wochenende in Mettlach gegen Borussia nur allzu gerne seinen ersten „Dreier“ einfahren, um damit die Heimbilanz (bislang 3 Siege, 1 Remis, 3 Niederlagen) endlich positiv zu gestalten. Dass die Rot-Weißen es wesentlich besser können als bisher in der Liga gezeigt, verdeutlicht ein 3:2-Sieg in der Vorbereitung gegen Regionalliga-Absteiger FK Pirmasens.
Björn Klos wird Borussias Team auf eine kampfbetonte Begegnung einstellen. „Wir haben unter der Woche die Defizite und Fehler aus der zweiten Halbzeit des Spiels gegen Homburg aufgearbeitet und wollen es in Hasborn besser machen“, sagt der 34jährige, der am Ende mit einem schlichten Arbeitssieg mehr als zufrieden wäre. „Auch dafür gibt es drei Punkte!“ Diejenigen, die letztendlich am Samstag mit dem Anpfiff ab 15.00 Uhr auf dem Naturrasen des Waldstadions das Borussen-Trikot tragen, sollten alles daransetzen, ihrem Trainer diese drei Zähler nachträglich zum Geburtstag zu schenken. Gefragt ist dabei sicherlich auch die lautstarke Unterstützung durch Borussias Fans: Der zwölfte Mann – nie war er wertvoller als jetzt! Auf geht´s Borussia! (-jf-)