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Borussia Neunkirchen zahlt Gläubiger aus

Unsere Borussia hat die wohl schwerste Krise seiner 111-jährigen Vereinsgeschichte überstanden.
Die Insolvenz in Eigenregie steht kurz vor einem erfolgreichen Abschluss.

Nach monatelangen Verhandlungen erhielten am Vormittag fast alle 48 Gläubiger ihr Geld ausgezahlt. Von den ursprünglich fast 450.000 Euro Verbindlichkeiten bleiben so noch 130.000 Euro übrig.

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Dieser Rest entspricht nach Angaben von Insolvenzverwalter Herbert den derzeitigen Schulden bei Finanzamt und Berufsgenossenschaft.

Mit den zur Verfügung stehenden Mitten sollte eine Einigung mit den verbliebenen Gläubigern zeitnah möglich sein.

„Wir sind sehr stolz und unendlich erleichtert, dass unser großes Ziel, den Verein wirtschaftlich zu sanieren und am Leben zu halten, nun zum Greifen nah ist. Das war unser erklärtes Ziel von Anfang an“, zeigte sich Borussias Vorstandsvorsitzender, Martin Bach, zufrieden mit der aktuellen Entwicklung.

„Ich habe diese Situation nun zum zweiten Mal nach 1989 erleben müssen. Zweimal stand mein Verein am Abgrund. Zweimal war ich Mitglied in einem Vorstand, der mit einer sehr schwierigen Situation konfrontiert wurde. Glücklicherweise ist es damals wie heute gelungen, die Situation zu meistern und die Borussia vor dem Untergang zu retten“, blickt Martin Bach erleichtert zurück.

„Es war eine große Leistung unseres Teams und meiner Vorstandskollegen. Oftmals schien es, dass uns die Aufgabe über den Kopf wächst. Wir haben hart gekämpft und sind am Ende froh, dass unser Plan aufgegangen ist. Ein ganz besonderer Dank gilt den Gönnern, die den Verein unterstützt und all das möglich gemacht haben“, dankt Martin Bach seinem Vorstandsteam und den Gönnern im Umfeld des Vereins. „Insbesondere eine Person hat sich besonders um Borussia verdient gemacht und sich ein Denkmal gesetzt“.

„Der Verein blickt nun nach vorne und ist weiter bemüht, jeden Stein hochzuheben. Wir haben die akuten Probleme erst einmal gelöst, aber weiterhin viel Arbeit vor uns. Wir müssen Lösungen finden für Infrastruktur und Stadion. Wir müssen sparen, wo immer es möglich ist und dort investieren, wo ein ‚Return on invest‘ möglich ist. Und wir wollen mit Trainer und Mannschaft unseren erfolgreichen Weg fortsetzen“, geht der Blick von Bach und seinen Kollegen schon wieder nach vorne.