Borussia Neunkirchen reduziert Verbindlichkeiten

Borussia Neunkirchen hat seine Verbindlichkeiten deutlich reduzieren können. Sie belaufen sie sich aktuell auf 150.000 Euro. Das sind 40.000 Euro weniger als noch vor einem Monat. „Ohne das Vertrauen wichtiger Gläubiger und neuer Geldgeber hätten wir das nicht geschafft. Wir werden dieses Vertrauen zurückzahlen, indem wir in Kürze ein weiterführendes Sanierungskonzept vorlegen“, erklärte Martin Bach, der Vorsitzende des Aufsichtsrats. Trotzdem befinde sich die Borussia in einer finanziell schwierigen Lage. Grund seien mögliche Ausfälle von Sponsorengeldern, die in der laufenden Saison ein Minus im mittleren fünfstelligen Bereich verursachen könnten.

„Verzögerte oder nicht eingegangene Zahlungen von Sponsoren haben in den vergangenen Jahren immer wieder zu Fehlbeträgen und Zahlungsschwierigkeiten geführt. Das schadet dem Verein und letztlich auch unseren verlässlichen Werbepartnern“, sagte Bach. Zum Abschluss des letzten Geschäftsjahrs am 30. Juni 2010 hatte die Borussia in ihrer Bilanz offene Forderungen gegenüber Sponsoren in Höhe von 51.000 Euro ausweisen müssen. Nicht gezahlte Sponsorengelder waren auch eine Ursache dafür, dass die Borussia in den letzten Monaten mit den Gehaltszahlungen an ihre Mannschaft in Rückstand geriet. Mittlerweile haben die Spieler aber wieder Geld erhalten.

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„Durch Einlagen von Mitgliedern und Erfolge bei der Sponsorensuche konnten wir die Liquidität für die kommenden Monate sichern“, erläuterte der Aufsichtsratsvorsitzende. Kurzfristig seien mehrere zehntausend Euro eingeworben worden. Nach diesem Kraftakt würden Aufsichtsrat und Vereinsvorstand nochmals an die säumigen Werbepartner herantreten. „Wir werden ihnen aufzeigen, dass die Borussia in unserer Region noch immer eine herausragende Werbemöglichkeit darstellt. Das belegen unsere jüngsten Vertragsabschlüsse“, so Bach. Notfalls behalte sich der Verein jedoch rechtliche Schritte vor. Schließlich würde ein Ausfall von Sponsorengeldern auch die Verbindlichkeiten wieder ansteigen lassen.

Bach dankte Großgläubigern wie dem Unternehmer Matthias Woll, ohne die die jetzige Reduzierung der Verbindlichkeiten auf 150.000 Euro so schnell nicht möglich gewesen wäre. Woll habe auf Forderungen verzichtet, um der Borussia einen Neuanfang zu ermöglichen. Bei der Erarbeitung des angekündigten Sanierungskonzepts erhält der Verein zudem Unterstützung durch den Unternehmer Rolf Zimmermann, der sich als Berater des Aufsichtsrats und Sponsor bei Borussia engagiert.

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