Nazif Hajdarovic schießt Borussia zum Derbysieg (Foto: Th. Burgardt)

Borussia im Aufwind

Nach dem Sieg über Ludwigshafen stand für die Borussia ein echter Prüfstein an: es galt nicht nur gegen zahlreiche hochmotivierte Ex-Neunkircher zu spielen und in einem hitzigen Lokalderby zu bestehen, nein, sondern auch eine bis dahin ungeschlagene Heimmannschaft aus Wiesbach zu schlagen. Alle Hürden wusste das Team zu nehmen und gewann am Ende vor 763 Zuschauern eine ganz wichtige Partie mit 2:1!

Freitagabend, 19:00 Uhr, strahlender Sonnenschein im idyllischen Wiesbach – die perfekte Kulisse für ein richtungsweisendes Spiel.

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Dass Neunkirchen in diesem Spiel von der ersten bis zur letzten Minute nur über Kampf, Leidenschaft und den nötigen Willen bestehen konnte, zeigte sich bereits in den Anfangsminuten, als der Gastgeber um jeden Ball kämpfte und robust zur Sache ging. Wiesbach stand sehr tief in der eigenen Hälfte, spielte hinten sichere Bälle und schnürte das Offensivspiel der Borussen ein. Die Offensivbemühungen der Gäste waren aufgrund dessen sehr linkslastig und führten in Halbzeit eins zu keiner erwähnenswerten Großchance. Die Wiesbacher kamen auch nur einmal gefährlich vor das Tor, gingen aber in der 38. Minute direkt in Führung. Der starke Valentin Solovej stieg nach einer Hereingabe höher als der herauseilende Sebastien Flauss und köpfte zum 1:0 Halbzeitzwischenstand ein. Ursache des Tors war aber wohl eher der unnötige Ballverlust an der Mittellinie und das nicht konsequente nachsetzen.

Jens Kirchen (MP3)

Nazif Hajdarovic (MP3)

Nach der Pausenansprache kam das Team von Dieter Ferner mit einer ganz anderen Körpersprache auf den Platz. Wie schon gegen Ludwigshafen war man nun das dominante Team und zeigte schnellen und attraktiven Offensivfußball. Nun waren auch die Räume da, weil Wiesbach im Mittelfeld alles andere als geordnet stand und einen eher kraftlosen Eindruck machte. Neuzugang Jens Kirchen dominierte mit Djemel N’Ganvala, Abdul Kizmaz und Nazif Hajdarovic prächtig und zeigte, dass er das Puzzleteil war, das in der Offensive noch fehlte. Der Druck auf die Hertha nahm zu und führte bei Jeremy Groß zu einem Querschläger, den Nazif Hajdarovic eiskalt und gedankenschnell zum Ausgleich einschob. Team, Trainer und Fans agierten jetzt als Einheit und wollten unbedingt drei ganz wichtige Zähler mit ins Ellenfeld bringen. Diesem Wunsch wollte Jens Kirchen gerne nachkommen, schickte in Minute 73 Hajdarovic auf Reisen und sah wenige Sekunden später den Ball im Tornetz. Hajdarovic konnte damit wieder einmal seine Torgefährlichkeit unter Beweis stellen und sicherte seinem Team drei ganz wichtige Zähler.

Es sind genau diese Derbysiege die einen besonderen Stellenwert haben und bei den Fans für Anerkennung sorgen. Dass sich die Mannschaft nach den beiden vergangenen Spielen auf dem richtigen Weg befindet steht außer Frage und lässt optimistisch auf die bevorstehende Englische-Woche (Mittwoch Salmrohr, Samstag Burgbrohl) blicken.

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