Das Team feiert (Foto: Th. Burgardt)

Ausrufezeichen gegen Ludwigshafen!

Leidenschaft, Kampfeswille, Zweikampfstärke – dies alles sind die berühmten Neunkircher Tugenden, die die Fans lieben. Genau diese bekamen sie im Heimspiel gegen Ludwigshafen von ihrer Mannschaft zu sehen und durften am Ende einen 2:0 Sieg bejubeln!

Viel war in den vergangenen Tagen über die magere Punkteausbeute, die fehlende Offensivdurchschlagskraft und den dünnen Kader diskutiert worden. Zuhause gegen Ludwigshafen wollte die junge Truppe endlich an Leistungen wie die gegen Saarbrücken anknüpfen und ihre Klasse unter Beweis stellen. Dass sich dieses Vorhaben aufgrund der Ausfälle von Armend Haliti und Alpcan Ömeroglu sowie des starken Gegners aus Ludwigshafen als schwierig gestalten sollte, war allen Beteiligten klar. Doch Trainer Dieter Ferner bewies ein goldenes Näschen und ließ in diesem richtungsweisenden Spiel Anthony Weston sowie Raffaele Marino in der Startelf agieren. Beiden war anzusehen, wie sehr sie auf diese Chance gebrannt hatten und mit wie viel Leidenschaft sie das Schwarz-Weiße Trikot trugen. In den ersten 30 Minuten war die Borussia verunsichert und stand in der Abwehr alles andere als geordnet. Fehlpässe, Querschläger und zahlreiche Freiräume boten sich für die Gäste. So kam Tim Amberger erschreckend oft vor das Neunkircher Tor und hatte beachtliche Chancen, die von Sebastien Flauss jedoch immer glänzend und souverän pariert wurden. Neunkirchen setzte in dieser Phase einige wenige Nadelstiche und zeigte in der 25. Minute eine sehenswerte Ballstafette über N‘ Ganvala und Hedjilen. Auch Mehmedovic, Marino und Hajdarovic hatten vor der Halbzeit noch Möglichkeiten.

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Mersad Mehmedovic (MP3)

Anthony Weston (MP3)

Dieter Ferner (MP3)

Nach der Halbzeit zeigte sich ein ganz anderes Bild: die Gäste verloren zusehends ihre Ordnung, die zwei defensiv orientierten Viererketten brachen völlig auseinander. Die Partie spielte sich fast nur noch in der gegnerischen Hälfte ab. Die Fans spürten, dass an diesem Tag mehr drin ist und allmählich mischte sich das besondere Ellenfeldfieber unters Geschehen. Das Publikum – der zwölfte Mann – peitschte das Team weiter nach vorne und sah in Minute 85 das wohl schönste Neunkircher Tor der vergangenen Jahre. Djemel N‘ Ganvala setzte seinen Fallrückzieher mit unglaublich viel Gefühl in den rechten Winkel, ließ das Ellenfeld toben und hat mit diesem Treffer durchaus realistische Chancen auf das Tor des Monats. Als dann auch noch der eingewechselte Emir Ljubijankic in der Nachspielzeit allein auf das Tor der Ludwigshafener zulief und sein erstes Oberliga-Tor erzielte, war der Höhepunkt eines fantastischen Kraftaktes erreicht.

Solche Spiele bleiben in Erinnerung und lassen eine Mannschaft zusammenwachsen. Ein toller Abend, der optimistisch auf das bevorstehende Spiel (Freitag, 19:00 Uhr) in Wiesbach blicken lässt. Derweil hat Arif Karaoglan die Borussia in Richtung Köllerbach verlassen. Der Verein wünscht dem Spieler alles Gute auf seinem weiteren beruflichen wie sportlichen Werdegang. Weiterhin befindet sich auch in der kommende Woche noch Ismet Hassani im Probetraining.

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