GiuseppeFerraro

Abbruch? Nein, Aufbruch!

Im Oktober wurde Giuseppe Ferraro zum Vorsitzenden von Borussia Neunkirchen berufen. Bald ist er 100 Tage im Amt. Aus diesem Anlass sprach borussia-neunkirchen.de mit dem 36-jährigen Abbruchunternehmer über seine Motivation, seine Ziele und über ein Gerücht, das sich rund ums Ellenfeld hartnäckig hält.

Herr Ferraro, was reizt Sie daran, 1. Vorsitzender von Borussia Neunkirchen zu sein?
Giuseppe Ferraro: Nun, Borussia Neunkirchen übt mit seiner 105-jährigen Historie einen großen Reiz auf mich aus. Zumal der Verein in der Vergangenheit bereits höherklassig gespielt hat und auf meinen Geschäftsreisen der Name Borussia Neunkirchen noch immer ein Begriff ist. Außerdem haben mich das Umfeld, das spürbare Potential und die Atmosphäre im traditionsreichen Ellenfeldstadion schon immer beeindruckt.

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Wie kam es dazu, dass Sie Vorsitzender dieses Traditionsvereins wurden?
Ferraro: Im August sind Personen aus dem neuen Aufsichtsrat an mich heran getreten. Mit ihnen habe ich etliche interessante Gespräche geführt. Nach reifer Überlegung mit meiner Familie habe ich mich entschlossen, diesen Verein zu führen. Insbesondere mein Vater Cav. Damiano Ferraro und meine Frau Sandra haben mich darin bestärkt. Ich habe eine schwere, aber reizvolle Aufgabe übernommen. Wenn ich nicht an den möglichen Erfolg dieses Vereins glauben würde, würde ich mich nicht bei Borussia engagieren.

Welche Ziele verfolgen Sie mit dem Verein?
Ferraro: Kurzfristig muss die wirtschaftliche Lage stabilisiert werden. Hier sind wir auf dem richtigen Weg. Dazu gehört, dass wir Sponsorenkontakte pflegen und mögliche Sponsoren ansprechen. Wir wollen den Fußball in der Region wieder attraktiver machen, das Fußballfieber der Neunkircher wieder wecken. Vor allem müssen wir aber das Vertrauen unserer Mitglieder, Fans und Zuschauer zurückgewinnen. Damit wir im Ellenfeldstadion endlich wieder mehr Besucher begrüßen dürfen.

Wird es in der Vereinsführung personelle Veränderungen geben?
Ferraro: Es wird definitiv Veränderungen geben. Ich gehe davon aus, dass der Aufsichtsrat sie demnächst bekannt geben wird, wahrscheinlich schon in den kommenden Tagen.

Im Umfeld des Vereins kam das Gerücht auf, dass Sie als Geschäftsführer eines renommierten Unternehmens der Industriedemontage ein Interesse daran hätten, das Ellenfeldstadion abzureißen.
Ferraro: (lacht) Ehrlich? Gibt es dieses Gerücht denn wirklich? Das ist wahrlich nur ein Gerücht. Ich habe keinerlei Interesse, dieses beeindruckende Stadion abzureißen. Ich will hier einen Aufbruch erleben, keinen Abbruch.

Das Ellenfeldstadion wird im kommenden Jahr 100 Jahre alt. Gibt es denn Pläne, den Zustand des altehrwürdigen Stadions zu verbessern?
Ferraro: In jedem Fall werden bereits in diesem Jahr notwendige Erneuerungen und Schönheitsreparaturen vorgenommen.

Was wollen Sie den Fans, den Mitgliedern sowie allen Menschen, die der Borussia nahe stehen, mit auf den Weg geben?
Ferraro: Der Vorstand wird gemeinsam mit dem neuen Aufsichtsrat alles daran setzen, dass die Borussia als ein seriöser, professioneller und sportlich wie wirtschaftlich erfolgreicher Verein wahrgenommen wird. Hierzu brauchen wir auch die Unterstützung unserer Mitglieder, der treuen Fans, Zuschauer sowie aller Bewohner unserer Stadt.

Zum Abschluss würden wir gerne noch mehr über Ihre Person erfahren. Sie erwähnten eingangs ihre Frau…
Ferraro: Ja, ich bin glücklich verheiratet und habe drei wundervolle Söhne.

Spielen Sie selbst aktiv Fußball?
Ferraro: Nein, nicht mehr. Ich habe aber in meiner Jugend aktiv gespielt.

Wie verbringen Sie ansonsten Ihre Freizeit?
Ferraro: (lacht) Welche Freizeit? Nein, im Ernst, aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit und der verantwortungsvollen Aufgabe als 1. Vorsitzender von Borussia Neunkirchen bleibt mir nur wenig Freizeit. Diese verbringe ich am liebsten mit meiner Familie.

Herr Ferraro, wir danken Ihnen für das aufschlussreiche und interessante Gespräch und wünschen Ihnen und Ihrem Team ein gutes Gelingen.

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